Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: BREWA Sondermüllverbrennungsanlage

#16 von Lola , 29.10.2013 07:04

"Müllverbrennung bleibt legal"

So lautet die Überschrift eines Artikels in der heutigen Ausgabe der Norddeutschen.
Hartmut Schurr hat sich entschieden seine Klage zurückzuziehen.
Nachdem die Politik diese Anlage legalisiert hat, wäre es für Hartmut Schurr nur noch unnötige Kraftvergeudung seinen juristischen Streit weiter zu verfolgen.
So kann man kritische Bürger auch ins Leere laufen lassen.

Schauen wir mal wie es in Blumenthal nun weitergeht.

... H A L T !!!
Vielleicht fällt den Politikern ja noch eine zusätzliche Lösung ein, damit es auf jeden Fall in Blumenthal immer gut riecht.
Ich bin überzeugt, wenn man sich geschlossen Mühe gibt, findet man zusammen mit dem Betreiber ganz sicher einen wirklich schönen Duft
der allen Blumenthaler Bürgern gefällt und dann muss aber auch Schluss mit dem Meckern sein. (Ironie-Button AUS)


Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013

zuletzt bearbeitet 29.10.2013 | Top

"Rosa Wolke über Blumenthal"

#17 von Lola2 , 13.08.2014 07:36

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,919348.html

Zitat
Anwohner will farbigen Qualm gefilmt haben / Hkw-Geschäftsführer: Nicht möglich - 13.08.2014
Rosa Wolke über Blumenthal
Von Christina Denker

Blumenthal. Pinkfarbener Qualm, der für 15 bis 20 Minuten aus dem Schornstein des Heizkraftwerks in den Blumenthaler Himmel steigt: Das will Reinhold Knopf am Sonntagmorgen gesehen haben. Zur Sicherheit hat der Blumenthaler seine beunruhigende Beobachtung mit einer Videoaufnahme und Fotos dokumentiert.
Zitat Ende

Etwas Hintergrundinformation über das Heizkraftwerk Blumenthal

http://www.brewa.de/de/2/20110407082618/...Blumenthal.html
Zitat
EBS- Heizkraftwerk Blumenthal
Das Heizkraftwerk Blumenthal wurde im Jahr 2005 vom Kohlebetrieb auf den Einsatz von Ersatzbrennstoffen (sog. EBS) umgerüstet. Planung, Umbau und Genehmigungsverfahren wurden von der BREWA durchgeführt. Das Kraftwerk hat eine Feuerungswärmeleistung von 31 MW. Als Brennstoff kommen heizwertreiche Fraktionen aus Siedlungsabfällen (Haus- und Gewerbeabfälle) zum Einsatz. Diese heizwertreichen Abfälle haben einen Heizwert von ca. 12.500 kJ/kg.

Im Heizkraftwerk Blumenthal werden jährlich bis zu 65.000 Tonnen Abfall zur Strom- und Dampferzeugung eingesetzt. Die Stromerzeugung erfolgt dabei über eine Gegendruckturbine wobei ca. 15 - 19 MW als Dampf in das Wärmenetz am Standort eingespeist werden. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Netz abgegeben. Um die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten, ist die Anlage nach den Richtlinien der 17. Bundesimmissionsschutzverordnug konzipiert und entspricht dem Stand der Technik.

Die hkw blumenthal GmbH ist als
Entsorgunsfachbtrieb zertifiziert
Zitat Ende

Ein Zertifikat findet man auch auf der Seite.

Vielleicht sollte der Hwk-Geschäftsführer den Blumenthaler Bürger und Hobbyfilmer nicht mit Manipulationsvorwürfen überschütten, sondern der Öffentlichkeit
mitteilen was die Bürger unter

Haus- und Gewerbeabfälle

zu verstehen haben?

Es dürfte ja keine großen Probleme bereiten die Firmen zu benenen von denen man die Gewerbeabfälle verbrennt, oder?

Herr Timmer hat zwar eingeräumt, es gebe zwar Stoffe, die bei der Verbrennung Farbe erzeugen können "aber die haben wir nicht im Einsatz".

Wenn so viele Leute die "rosa Farbe" gesehen haben und sogar auf einem Film festgehalten haben, könnte es nicht sein, dass sich der Hwk-Geschäftsführer irrt?

Als erfahrener Geschäftsführer des Heizkraftwerk wird er sicherlich Recherchen anstellen, um herauszufinden aus welchen Gewerbebetrieben Stoffe angeliefert worden sein können, die bei der Verbrennung "rosa Qualm" erzeugen, oder?
Er hat zwar schon das Gewerbeaufsichtsamt eingeschaltet, wie der Zeitungsartikel berichtet, aber weiß das Gewerbeaufsichtsamt denn, was zur Verb rennung angeliefert wird?

Vielleicht einfach mal die eingehenden Frachtbriefe durchsehen, wäre vielleicht eine Möglichkeit um dem "rosa Qualm" auf die Spur zu kommen, bevor man Bürger der Manipulation bezichtigt, oder?

Es wäre auch von Vorteil die Öffentlichkeit an dem Ergebnis der Recherchen teilhaben zu lassen.


Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014

zuletzt bearbeitet 13.08.2014 | Top

RE: BREWA Sondermüllverbrennungsanlage

#18 von fight4yrights , 13.08.2014 13:10

Diese "rosa Wolke" sollte bestimmt symbolischen Charakter haben:
Es werden rosige Zeiten in Blumenthal anbrechen. Alles wird gut.

Ernsthaft: Wenn mit Jod belastetes Material verbrannt wird, entsteht "rosa Qualm".
Vielleicht hat jemand sein altes Trill mit Jod S-11 entsorgt oder vielleicht medizinische Abfälle.
Der Verursacher wird uns mit Sicherheit sehr bald aufklären. Alles wird gut.
LG
fight4yrights

fight4yrights  
fight4yrights
Beiträge: 142
Registriert am: 26.01.2013


RE: BREWA Sondermüllverbrennungsanlage

#19 von Lola2 , 13.08.2014 18:27

..was ich eigentlich immer wieder vergessen habe........

Wo entsorgt das Hkw Blumenthal eigentlich die Verbrennungsrückstände?

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


"zur rosa Wolke und Jod - Iod"

#20 von Lola2 , 25.08.2014 11:24

Vielleicht erklärt der Betreiber die "rosa Wolke" noch, oder?

Habe nur mal so etwas gegoogelt und folgendes gefunden. Wer Interesse hat, kann ja mal ein wenig lesen. Vielleicht liest sogar ein Chemiker mit, das wäre natürlich ganz toll.

http://www.phoenixhollo.com/pl/Jod_0.html
Zitat
Iod (standardsprachlich: Jod) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol I (vor der internationalen Elementsymboleinführung war es J) und der Ordnungszahl 53. Im Periodensystem steht es in der 7. Hauptgruppe (17. Gruppe) und gehört somit zu den Halogenen. Der Name leitet sich vom altgriechischen Wort „ioeides“ (ιο-ειδής) für „veilchenfarbig, violett“ ab. Beim Erhitzen freigesetzte Dämpfe sind charakteristisch violett.
Zitat Ende

Wird beim Fracking nicht auch Salpetersäure verwendet? Vielleicht fallen da ja auch Deponierückstände an, die man verbrennt, oder?
http://www.spiegel.de/forum/wissenschaft...-133095-10.html
Zitat
Beim Fracking (Horizontal- als Vertikalbohrung) werden aktuell 6 Basis-Chemikalien verwndet. Bei diesen handelt es sich um Tetramethylammoniumchloride (C4H13NO),
Petroleum Destillate, Octylphenol Ethoxylate(C14H22O), Magnesiumnitrate (8MgN2O6) und
-chloride und Biozide.

Bei Tetramethylammoniumchlorid, auch Tetraminchlorid, handelt es sich um ein Kohlenstoff-Ammonium-Chlorgemisch, welches bei Berührungen mit der Haut gesundheitsschädlich ist und Verätzungen verursacht. Beim Verschlucken ebenfalls giftig. Wenn es also bei Rohrstörungen in das Grundwasser gelangt,sorgt das für Vergiftungen, auch wenn es laut mancher Hersteller nur als schwach wassergefährend gilt. Die Mengen pro Bohrung belaufen sich dabei auf etwa 19 Tonnen der Ammoniumgemische, 9,5 Tonnen der Petroleumverbindingen und etwa 680 Kilo der Biozide.

Octylphenol Ethoxylate greifen beim Einatmen die Lunge an und gelten als stark wasserschädigend. Bei Fischen führt es außerdem zu einer veränderten Spermienbildung, sowie zu einem reduzierten Hodenwachstum. Ebenso ist bei allen anderen Lebewesen eine hormonelle Veränderung zu beobachten.

Auch mit den Bioziden und dem Petroleumgeschmisch sollte jegliche Berührung vermieden werden. Petroleum Destillate kennen wir aus von der Verwendung von Petroleumlampen, deren Herstellung in Deutschland 1999 gesetzlich verboten wurde, da das Gemisch bereits in geringen Menschen Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann.

Biozid-Produkte werden u.a. zur Schädlingsbekämpfung verwendet, sind also für zhalreiche andere Lebewesen ebenfalls schädlich. Beim Fracking werden sie zur Bekämpfung von unterirdischen Microorganismen verwendet.
Zitat Ende


http://www.versuchschemie.de/ptopic,198471.html

Zitat

Iodsäure ist eine Halogensauerstoffsäure. Sie ist die einzige der Halogen(V)-säuren des Typs HXO3, die sich wasserfrei isolieren lässt.
Iodsäure wird durch Oxidation von Iod mit starken Oxidationsmitteln hergestellt; im vorliegenden Fall durch rauchende Salpetersäure.
Iodsäure ist pyramidal aufgebaut. Iodsäure bildet durchsichtige, farblose, rhombische Kristalle, die sich in Wasser sehr leicht lösen. Der Stoff ist eine mittelstarke Säure mit dem pKs-Wert 0,804 und wirkt stark oxidierend.

Noch etwas Lektüre..
https://de.answers.yahoo.com/question/in...14040929AAjAhxL

http://de.wikipedia.org/wiki/Iods%C3%A4ure
Zitat
Herstellung
Iodsäure wird durch Oxidation von Iod mit starken Oxidationsmitteln wie Salpetersäure (HNO3), Chlor, Chlorsäure oder Wasserstoffperoxid (H2O2) gewonnen:[5]

\mathrm{I_2 + 6 \ H_2O + 5 \ Cl_2 \ \rightleftharpoons \ 2 \ HIO_3 + 10 \ HCl}

Die entstehende Salzsäure muss aus dem Gleichgewicht entfernt werden, da sie die Iodsäure wegen der Rückreaktion reduzieren und das Gleichgewicht auf die linke Seite verschieben würde. Dies kann beispielsweise mit Quecksilber(II)-oxid (HgO) erreicht werden.
Zitat Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: "zur rosa Wolke und Jod - Iod"

#21 von Lola2 , 26.08.2014 08:11

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,927932.html

...erfreulich ist doch schon mal, dass die Verantwortlichen schon mal davon ausgehen, dass es keine Bildmanipulation der Bürger war und auch eine Luftspiegelung ausgeschlossen wird.

Der Geschäftsführer des Heizkraftwerks sowie der Mitarbeiter vom Gewerbeaufsichtsamt bestätigten "alles sei in Ordnung" und weiter "es habe keine Grenzwertüberschreitungen im fraglichen Zeitraum gegeben. Das habe auch eine Durchsicht der Messaufzeichnungen gezeigt".

Der Zeitungsbeitrag erklärt weiter:
Zitat
Warum der Qualm rosa gewesen sei, erklärt Henschen mit der Theorie der Behörde, dass tatsächlich Jod verbrannt worden sein müsse. Allerdings, so der Amtsleiter, würde dies keine Gefahr für die Gesundheit bedeuten: Einmal wegen der geringen Konzentration von Jod in Arzneimitteln, andererseits sei der Schornstein des Heizkraftwerks hoch genug.

Es heißt weiter:
Vielmehr hat er den Verdacht, dass Jod im Haus- und Gewerbeabfall vorhanden war, was bei der Vorsortierung nicht bemerkt worden sei. Allerdings keine großen Mengen. „Wer weiß, vielleicht hat jemand Jodtabletten oder eine Tinktur in den Müll geworfen.“ Jörg Henschen betont, er habe sich sehr intensiv mit dem Vorfall beschäftigt und dabei Hinweise aus der Bevölkerung sehr ernst genommen. Für den Fall, dass es wieder zu farbigem Qualm kommen sollte, bittet er die Blumenthaler, sich umgehend mit seiner Behörde in Verbindung zu setzen. Die Betreiber des Heizkraftwerks hätten unterdessen mit den Zulieferern gesprochen, beim Sortieren auf in den Müll geworfene Medikamente zu achten.
Zitat Ende

Vielleicht waren am Ende wirklich die "Jod S-11" Körnchen für Wellensittiche Schuld an dieser "Rosa Wolke", oder?
Weiß man es?

Manchmal wird eben aus ganz wenig - ganz viel "rosa Qualm".
Fazit: Viel Lärm um "nichts", oder?

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: "zur rosa Wolke und Jod - Iod"

#22 von Lola2 , 26.08.2014 09:53

..im Zeitungsbericht wurde Jodtinktur erwähnt. Habe mal ein wenig gegoogelt woraus Jodtinktur besteht, nur mal so falls es noch jemanden interessiert. Im Falle der "rosa Wolke" handelt es sich natürlich nur um eine Kleinstmenge wie von v erantwortlicher Seite mitgeteilt wurde, aber es ist doch auch mal interessant zu wissen, wo die Inhaltsstoffe noch Verwendung finden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Jodtinktur
Zitat
Jodtinktur (Tinctura Iodi) ist eine Lösung von Jod in 10 Teilen Alkohol. Die Tinktur wird mit der Zeit sauer, weil sich Iodwasserstoffsäure bildet.

Die farblose Jodtinktur (Tinctura Iodi decolorata) ist eine Lösung von 10 Teilen Jod und 10 Teilen Natriumthiosulfat in 10 Teilen Wasser, 16 Teilen alkoholischer Ammoniaklösung und 75 Teilen Ethanol. Beide Präparate werden medizinisch benutzt. Sie sollen die Haut im Operationsumfeld schnell und zuverlässig vor chirurgischen Eingriffen desinfizieren. Kleinere Wunden können so ebenfalls desinfiziert werden.[1]

Jod kann heftige allergische Reaktionen hervorrufen. Der Alkohol in der Tinktur verursacht ein sehr unangenehmes Brenngefühl in der Wunde. Spätestens seit den 1960er Jahren sind beide Präparate obsolet und durch bessere (z. B. Povidon-Iod) ersetzt.[2]


http://de.wikipedia.org/wiki/Ammoniak
Zitat
Ammoniak ist eine der meistproduzierten Chemikalien und Grundstoff für die Produktion aller weiteren Stickstoffverbindungen. Der größte Teil des Ammoniaks wird zu Düngemitteln, insbesondere Harnstoff und Ammoniumsalzen, weiterverarbeitet. Die Herstellung erfolgt fast ausschließlich über das Haber-Bosch-Verfahren aus den Elementen Wasserstoff und Stickstoff.

Biologisch hat Ammoniak eine wichtige Funktion als Zwischenprodukt beim Auf- und Abbau von Aminosäuren. Auf Grund der Giftigkeit größerer Ammoniakmengen wird es zur Ausscheidung im Körper in den ungiftigen Harnstoff oder, beispielsweise bei Vögeln, in Harnsäure umgewandelt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumthiosulfat
Zitat
Natriumthiosulfat
Verwendung

Natriumthiosulfat dient in der Fotografie als Fixiersalz, im Bergbau zur Extraktion von Silberchlorid aus Silbererzen und in der Galvanotechnik zur Herstellung von Gold- und Silberbädern. In der Medizin wird es als Gegenmittel bei Cyanidvergiftungen verwendet, dabei wird weniger gefährliches Thiocyanat gebildet.

Natriumthiosulfat dient als Antichlor in Bleichprozessen durch Reduktion von Chlor zu Chlorid, wobei sich Hydrogensulfat und Salzsäure bildet:


In der Chemie wird es zur Bestimmung der Iodzahl verwendet, in der Iodometrie wird Thiosulfat zu Tetrathionat oxidiert: (Formeln im o.a.Link)

Weitere Verwendung findet es z. B. in sogenannten Wärmekissen. Durch das Biegen eines Metallplättchens entsteht ein Kristallisationskeim, der eine exotherme Reaktion auslöst. Die Regeneration des Kissens erfolgt durch Erwärmen in kochendem Wasser.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol
Zitat

Ethanol (auch Äthanol, Trivialname Alkohol) ist ein aliphatischer, einwertiger Alkohol mit der Summenformel C2H6O. Die reine Substanz ist eine bei Raumtemperatur farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit mit einem brennenden Geschmack und einem charakteristischen, würzigen (süßlichen) Geruch. Bekannt ist die als Lebergift eingestufte Droge vor allem als Bestandteil von Genussmitteln und alkoholischen Getränken wie Wein, Bier und Likör (siehe dazu Alkoholkonsum).

Die Vergärung von Zucker zu Ethanol ist eine der ältesten bekannten biochemischen Reaktionen. In der Neuzeit wird Ethanol für industrielle Zwecke aus Ethylen hergestellt. Ethanol hat eine weite Verbreitung als Lösungsmittel für Stoffe, die für medizinische oder kosmetische Zwecke eingesetzt werden, wie Duftstoffe, Aromen, Farbstoffe oder Medikamente, sowie als Desinfektionsmittel. Die chemische Industrie verwendet es sowohl als Lösungsmittel als auch als Ausgangsstoff für die Synthese von weiteren Produkten wie Carbonsäureethylestern.

Ethanol wird energetisch als Biokraftstoff, etwa als so genanntes Bioethanol verwendet. Beispielsweise enthält der Ethanol-Kraftstoff E85 einen Ethanolanteil von 85 Vol.-%.
Zitatz Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: "zur rosa Wolke und Jod - Iod"

#23 von Lola2 , 26.08.2014 22:06

Ob man im Industriepark Höchst auch sofort von "Manipulation" gesprochen hätte, oder ob man dort die Beobachtungen der Bürger ernst genommen hätte?
Vielleicht müßten Bremer Behörden und in Blumenthal ansässige Betriebe "ein Ohr an der Bevölkerung" haben.

Im Laufe der Jahre sind die Menschen in Blumenthal und den angrenzenden Ortsteilen sensibel geworden, wenn es um die eigene u. die Gesundheit ihrer Familien geht.



http://de.wikipedia.org/wiki/Industriepark_H%C3%B6chst

Die größten Investitionsprojekte der letzten Jahre waren der Bau eines Ersatzbrennstoff-Kraftwerks (Abfallverbrennungsanlage) und der Neubau des Ticona-Werkes, das dem Ausbau des Frankfurter Flughafens weichen musste. Gegen den Bau des Ersatzbrennstoff-Kraftwerks setzte sich seit Anfang 2007 eine Bürgerinitiative Menschenrecht Gesunde Umwelt ein, die 6000 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt hatte.
.....
Zum Schutz der anliegenden Bevölkerung vor Störfällen wurden unter anderem Sirenen als Frühwarnungsinstrumente installiert. Gesprächskreise und Veranstaltungen, Fördermaßnahmen und eine eigene Website dienen dem Dialog zwischen Industrieparkfirmen und Anwohnern.
Industrieschnee im Bahnhof Höchst

Zur Überwachung der Emissionen und der genehmigten Grenzwerte betreibt das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) zwei Luftmessstationen in unmittelbarer Nähe des Industrieparks.
Während für die Station am Bahnhof Höchst (♁50° 6′ 10″ N, 8° 32′ 32″ O) eine teilweise bis 1979 zurückreichende ununterbrochene Messreihe vorliegt, wurde die Station Sindlingen (♁50° 4′ 40″ N, 8° 30′ 56″ O) 1998 abgebaut und erst am 1. Januar 2008 wieder neu installiert. Beide Stationen messen kontinuierlich neben meteorologischen Daten die Konzentration der Luftschadstoffe Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid, Ozon und Feinstaub. Die neue Station in Sindlingen erfasst auch Messwerte für Benzol, Toluol und m-/p-Xylol, die Station in Höchst für Methan und sonstige Kohlenwasserstoffe.[5]

Ein gelegentlich bei winterlichen Inversionswetterlagen auftretendes Phänomen ist der Industrieschnee, der durch die Wasserdampfemissionen des Kraftwerkes und der Kühltürme im Industriepark verursacht wird. Weihnachten 2007 fielen dadurch in den angrenzenden Stadtteilen bis zu 10 Zentimeter Schnee, während das übrige Rhein-Main-Gebiet schneefrei war.
Zitat Ende

Der Industriepark Höchst enstand übrigens auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Farbwerke Hoechst AG
..das Konglomerat der IG Farben.. (4) - Beitrag 52


Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014

zuletzt bearbeitet 26.08.2014 | Top

RE: "zur rosa Wolke und Jod - Iod"

#24 von fight4yrights , 29.08.2014 22:06

Ich hätte da noch 'ne Idee:
Jod wird in Aquarien benutzt. Vermutlich hat jemand seine mit Aquariumwasser durchtränkten Bettlaken in den Hausmüll geschmissen. Dieser ist dann unbemerkt von der BREWA entsorgt worden und verursachte das "rose Wölkchen", welches ja immerhin fast 20 Minuten zu sehen war.
Hallo!!!????
Und seit wann wird Jod in den Abgasen gemessen? Die Messprotokolle möchte ich sehen.
Und wie sieht es mit Grenzwerten aus????
Werden hier vielleicht Arbeitplatzgrenzwerte mit Emissionsgrenzwerten verwechselt? Wäre mir neu, wenn es für Jod einen solchen Grenzwert gibt.
Es wäre nett, wenn die "Norddeutsche" mal gelegentlich nachhaken würde, kritische Fragen stellen würde anstatt so einen Blödsinn zur allgemeinen Beschwichtigung der Bevölkerung zu drucken.

fight4yrights  
fight4yrights
Beiträge: 142
Registriert am: 26.01.2013


RE: "zur rosa Wolke und Jod - Iod"

#25 von Lola2 , 30.08.2014 06:51

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,931057.html

Zitat
Gewerbeaufsicht ermittelt wieder - 29.08.2014
Erneut rosa Wolke über Blumenthal
Von Christina Denker

Blumenthal. Schon wieder rosa Qualm über Blumenthal: Am Freitagmorgen informierten Anwohner die Polizei und das Gewerbeaufsichtsamt, weil erneut farbiger Rauch aus dem Schornstein des Blumenthaler Heizkraftwerks in den Himmel stieg. Dasselbe ist vor rund zwei Wochen schon einmal passiert. Laut Jörg Henschen vom Gewerbeaufsichtsamt habe seine Behörde wieder Ermittlungen aufgenommen. „Gut, dass dieses Mal so früh Bescheid gesagt worden ist.“ Auf alle Fälle, versichert Henschen, „sind wir da hinterher“. Mit Ergebnissen sei jedoch nicht vor nächste Woche zu rechnen, nicht zuletzt deswegen, weil sich die Behörde tiefer in die Materie einarbeiten wolle.
Zitat Ende

Ich denke mal die Jodtabletten aus der Hausapotheke sind es gewiss nicht und sicherlich auch nicht ein paar Fläschchen Jodtinktur und die Jod-S-11 Körnchen dürften vor zwei Wochen schon vernichtet worden sein.
Ist es nicht etwas zu "salopp" die Mitteilung zu machen "Gesundheitsgefahr soll nach ersten Erkenntnissen nicht bestanden haben"?
Waren es Erkenntnisse oder doch eher Annahmen?

Damit die Recherchen leichter fallen, hier der Link zu den Referenzen der Webseite des Betreibers.
http://www.brewa.de/de/3/20110407182520/Projektliste.html
Zitat
Abfallbehandlung/ -entsorgung
Auch im Bereich der Abfallbehandlung verfügen wir über Referenzen aus den verschiedensten Branchen. Hier ein Auszug unseres deutschlandweiten Kundennetzes:"

Wohlgemerkt, es ist nur ein Auszug!

Anhand der Frachtbriefe kann das Gewerbeaufsichtsamt dann sicherlich ermitteln, welches Unternehmen für die "rosa Wolke" in Frage kommt und dann müßte nur noch geprüft werden ob die einzelnen Schadstoffe auch deklariert wurden.

Erfreulich ist schon mal, dass hier seitens des Hkw niemand mehr der Manipulation bezichtigt wurde.

Die Bürger in Blumenthal geben sich mit amtlichen "Beruhigungspillen" nicht mehr zufrieden, weil das Thema Gesundheit viel zu sensibel ist.

http://www.umwelt.bremen.de/sixcms/media...zoom=auto,0,365
Zitat
Die Aufgaben des Boden- und Grundwasser-schutzes sind gesetzlich festgelegt (siehe auchKapitel 2.5). Sie umfassen auch die Vermeidung
Bodenverunreinigungen und Beeinträchtigungen der Grundwasserqualität entstehen können oder bereits entstanden sind (vgl. BBodSchG §§1 u. 2)

Der Schutz der menschlichen Gesundheit und die gesundheitliche Vorsorge aber auch der Schutz
und die Wiederherstellung der natürlichen Umwelt und des Naturhaushalts haben dabei einen besonders hohen Stellenwert. Hinzu kommen
Aspekte der Stadtentwicklung, wie die Erhaltungvon Gestal-tungsmöglichkeiten für spätere Ge-nerationen durch sparsamen Umgang mit Grund und Boden


Diese Broschüre wurde im Jahr 2006 vom Umweltamt herausgegeben!

Wer Interesse hat kann hier lesen wo es lt. Umweltamt in Blumenthal Kontaminationsflächen gibt und mit welchen Stoffen diese Flächen kontaminiert sind.
"Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


Klarheit auch beim rosa Rauch

#26 von Reinhard , 02.09.2014 14:42

Klarheit auch beim rosa Rauch

Die nächste Beiratssitzung verspricht Aufklärung bei einer Reihe von wichtigen offenen Fragen. Das gilt zumindest, wenn die Anträge der Linken die Unterstützung der Beiratsmehrheit erhalten und von den zuständigen Gremien beantwortet werden müssen.

Die Fraktion der Linken hat jetzt nach dem Fragenkatalog zur Bürgerstiftung bzw. dem Förderverein Bürgerstiftung auch einen Antrag an den Blumenthaler Beirat gestellt, in dem es um eine Aufklärung der Ursachen und Wirkungen der rosa Wolke und anderer Emissionen durch das Heizkraftwerk Blumenthal und der BREWA geht. Im Mittelpunkt steht dabei die Gesundheit der Anwohner, wenn es heißt:

Ist mit absoluter Sicherheit eine Gefährdung von Menschen, Tieren und Umwelt durch den Betrieb der Sondermüllverbrennungsanlage Heizkraftwerk Blumenthal in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung auszuschließen?

Reinhard  
Reinhard
Beiträge: 1.139
Registriert am: 24.01.2013


RE: Klarheit auch beim rosa Rauch

#27 von Lola2 , 10.09.2014 11:33

http://www.das-blv.de/elkat/140910/index.php

...die rosa Wolke ist eine" optische Täuschung" durch die niedrig stehende Sonne, konnte man dem BLV-Bericht entnehmen. Der ganze Beitrag kann unter o.a. Link aufgerufen werden.

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: Klarheit auch beim rosa Rauch

#28 von Lola2 , 10.09.2014 15:09

Zitat Beitrag 17-

"Blumenthal. Pinkfarbener Qualm, der für 15 bis 20 Minuten aus dem Schornstein des Heizkraftwerks in den Blumenthaler Himmel steigt: Das will Reinhold Knopf am Sonntagmorgen gesehen haben. Zur Sicherheit hat der Blumenthaler seine beunruhigende Beobachtung mit einer Videoaufnahme und Fotos dokumentiert."

http://www.youtube.com/watch?v=fKzDtMNLp...B49ZUaQwGnqtIRA

http://www.sunrise-and-sunset.com/de/deu...men/2014/august

Zitat
10 August 2014, Sonntag ..Sonnenaufgang.. 05:58 ..Sonnenuntergang...21:02

Das Video wurde um 10.45 Uhr aufgenommen, wie man im Vorspann lesen konnte.

http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich...se-id77695.html
In Zürich wollte man das klären. Es soll geprüft werden wer den jodhaltigen Abfall angeliefert hat! Dort hat man nichts von einer "niedrig stehenden Sonne den besorgten Anwohnern mitgeteilt".

http://www.badische-zeitung.de/basel/son...--59462724.html
..auch hier hat man die Sorgen der Anwohner ernst genommen und will die Angelegenheit prüfen.
Beide Vorfälle sind schon etwas älter, aber die Beoabchtungen der Anwohner wurden nicht als Luftspiegelung abgetan.

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: Klarheit auch beim rosa Rauch

#29 von Lola2 , 11.09.2014 10:12

http://www.badische-zeitung.de/basel/zu-...--85118977.html

Dieser Vorfall ereignete sich am 20.Mai 2014.
Der Bericht klärt darüber auf, dass es vor zwei Jahren schon einmal einen solchen Vorfall gegeben hat und die Reaktion der Behörden:

"Abklärungen ergaben, dass es am Samstag in einer Abfallladung für kurze Zeit zu viel Jod hatte und dieses die Rauchgaswäsche durchschlagen konnte. Die Folge war die rosa gefärbte Abgasfahne. Einen ähnlichen Vorfall hat es laut dem Lufthygieneamt schon vor zwei Jahren gegeben, worauf erste Maßnahmen eingeleitet wurden. Nun wollen die Behörden von Valorec Services weitere Schritte verlangen, damit es nicht zu weiteren solchen Zwischenfällen kommt."

Dies nur zur Information wie man z.B. in der Schweiz mit solchen Vorkomnissen umgeht.

..nur mal so als Info-
http://de.wikipedia.org/wiki/Valorec_Services
Zitat
Geschichte

Das Unternehmen wurde 1998 unter dem Namen Valorec AG als Gemeinschaftsunternehmen des Schweizer Pharmakonzerns Novartis und des Französischen Konzerns Vivendi gegründet. In Valorec waren die Bereiche Energieversorgung, Recycling, Solvent-Center sowie die Abfallentsorgung von Novartis vereint. Im Zuge der Konzentration auf ihr Kerngeschäft lagerte Novartis auf Anfang 2001 diese Bereiche zur französischen Veolia Environnement aus wo sie zur Valorec Services AG verschmolzen wurden. Nebst für verschiedene Novartis-Werke erbringt heute Valorec Services ihre Dienstleistungen für die Industrie, die öffentliche Hand, für Verwaltungen sowie für das Gesundheitswesen.
Zitat Ende


Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014

zuletzt bearbeitet 11.09.2014 | Top

RE: Klarheit auch beim rosa Rauch

#30 von fight4yrights , 11.09.2014 10:29

Die Schweizer sind in Sachen "Bürger vor Umwelt" schützen wesentlich weiter und strenger.
Z.B. müssen Baumaschinen/fahrzeuge schon seit 20 Jahren "saubere" Abgase haben.
Und komisch, die sind noch nicht den Bach runtergegangen, was die Wirtschaft betrifft.
In Deutschland dürfen die Baufirmen laut jammern und mit dem Argument Arbeitsplätze (egal wie dreckig) sichern geht vor Gesundheitsschutz der Allgemeinbevölkerung.

Einen Vorwurf mache ich der Redaktion der "Norddeutschen", dass sie diesen Schwachsinn ungeprüft drucken.
LG
Fight4yrights

fight4yrights  
fight4yrights
Beiträge: 142
Registriert am: 26.01.2013


   

Algen für das Klima

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen