Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: Kein Glaube an eine gute Zukunft?

#16 von Lola2 , 05.12.2014 06:49

Straßennamen prägen die Geschichte.

Bei der Nordwolle in Delmenhorst gibt es Straßennamen, die in Verbindung mit dem Objekt stehen, bis auf eine, die nach einem Ehrenbürger und Bürgermeister von Delmenhorst benannt wurde http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Jenzok

https://www.google.de/maps/uv?hl=de&pb=!...ed=0CIIBEKIqMAo
Bis es in Blumenthal eines Tages so aussehen wird, dürfte noch viel (Salz)-wasser die Weser runterlaufen.

Die Blumenthaler Parteien werden sicherlich noch geeignete Straßen finden, um die Kommunalpolitiker zu würdigen, aber die Straßen eines Industriedenkmals, wie die BWK sollten schon einen direkten Bezug zum ehemaligen Weltkonzern bilden.

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Zur Wollkämmerei

#17 von Reinhard , 05.12.2014 11:12

„Zur Wollkämmerei“

Der Förderverein Kämmereimusum hat in der Diskussion um einen Straßennamen für die „Historische Achse“ auf dem BWK-Gelände mit einem weiteren Bürgerantrag für Überraschung gesorgt.

Ganz anders als es im parteipolitischen Leben üblich ist, erklärt der Verein „ohne Wenn und Aber“, dass er die Bezeichnung „Zur Wollkämmerei“ gegenüber dem eigenen Vorschlag „für den noch besseren“ hält.

Das ist sicherlich eine sehr erfreuliche Geste, wenn man an die Auseinandersetzungen zwischen den Facebookgruppen in Farge und Rekum denkt. Aber auch sachlich macht es viel Sinn, wenn die zentrale Straße mit fast allen denkmalgeschützten Gebäuden aus der BWK-Zeit einen Namen erhält, der für die gesamte Bremer Woll-Kämmerei und nicht nur für einen Teilbetrieb steht.

Das ist die große Überraschung. Daneben gibt es noch eine kleine, falls sich der Beirat nicht dem jetzt gemeinsamen Vorschlag vom Förderverein und von der Fraktion der Linken anschließen möchte.

Für diesen Fall schlägt der Förderverein eine Leserumfrage vor, wie sie im vorigen Jahr im BLV zum Standort von „Sir Charles“ erfolgte. Das wäre dann eine kleine Bürgerbeteiligung bei einem für Blumenthal wichtigen Schritt in die Zukunft.

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Über Ziegelsteine und Perlen

#18 von Reinhard , 27.04.2015 17:25

Über Ziegelsteine und Perlen

In der bereits heute erschienenen Maiausgabe der „Einblicke“ des Fördervereins Kämmereimusum steht die Freigabe der „Historischen Achse“ auf dem BWK-Gelände im Vordergrund. Aber man erfährt nicht nur über dieses Ereignis und die damit verbundene Ausstellung Neues. Leserinnen und Leser können auch etwas über das Interesse eines Künstlers an dem geplanten Kulturzentrum, einen alten Zeitungsbericht aus dem Jahr 1883, das Schaf als Meteorologen oder über das besondere Interesse einer Schweizerin an der BWK erfahren.

Wer also wissen möchte, wie viele Ziegelsteine beim Bau der BWK benötigt wurden oder als Schafbesitzer seine eigene Wetterprognose erstellen will, kann sich darüber auch im Internet informieren.

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Einmal in einem größeren Kontext gesehen

#19 von Reinhard , 16.09.2015 20:34

Einmal in einem größeren Kontext gesehen

Die ersten Jahre der BWK nach ihrer Gründung 1893 sind kein weißer Fleck für alle Interessierten. Blumenthaler Lokalhistoriker und vom Management beauftragte Autoren haben bereits mehrfach die Gründerjahre der BWK dargestellt und mit kleinen Anekdoten und Geschichten ausgeschmückt.

Man kann die ersten Kapitel der Erfolgsstory „Wollkämmerei“ jedoch auch unter anderen Blickwinkeln schreiben. Das ist zwar keine andere Geschichte, da die Fakten dieselben sind. Aber es können einige einbezogene Rahmenbedingungen der Entwicklung verständlicher machen, wenn man sich mit einigen Themen beschäftigt, die bisher weniger im Vordergrund standen. Das gilt etwa für die revolutionären Veränderungen auf dem globalen Wollmarkt zur Zeit der Gründung, das gerade für diese Situation ideale Geschäftsmodell mit seiner Verbindung von Wäscherei und Kämmerei an einem Hafenstandort, die Entwicklung der ersten industriell einsetzbaren Kammstühle und das Aussterben des Handwerks der Kämmler. Mit diesem Fragenkreis beschäftigt sich der erste Teil eines neuen Blogbeitrags zur BWK.

Der zweite Teil geht dann anschließend verstärkt auf betriebswirtschaflichen Daten im Zeitraum zwischen der Unternehmensgründung und dem Beginn des ersten Weltkrieges ein.

Dabei wird besonders auf die Zusammenhänge zwischen den Wollpreisen, den Mitarbeiterzahlen und den Ertragskennziffern wie der Dividendenhöhe und dem Aktienkurs geachtet. Ein besonderes Augenmerk gilt auch der Wollkrise 1900, an der sich die Auswirkungen der extrem volatilen Woll- und Kammzugpreise veranschaulichen laasen.

Insgesamt zeigt sich, dass trotz dieser unvermeidbaren Schwankungen dank des Geschäftsmodells, das die Gründer zu richtigen Zeit am richtigen Ort umgesetzt haben, eine unternehmerische Erfolgsgeschichte für alle Beteiligten begann: die sich entwickelnde Industriestadt Blumenthal, die Mitarbeiter und auch die wenigen Aktionäre.

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