Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

IVG: ..was war vor 20 Jahren? - 1993

#1 von Lola , 29.10.2013 13:50

..zum Beitrag Nr. 45 Worüber die Umweltbehörde nicht informiert (3) habe ich mir nochmal ein paar Gedanken gemacht.

..diese 20 Jahre, die vom OAL sowie von Senator Lohse erwähnt wurden, gingen mir nicht mehr aus dem Kopf.

Was war denn vor 20 Jahren? Im Jahr 1993!!

http://www.ivg.de/unternehmen/historie/

Zitat
Von der Montan zum europäischen Immobilien- und Infrastrukturinvestor

Das einst unter dem Namen "Industrieverwaltungsgesellschaft" bekannte bundeseigene Unternehmen ist nach seiner vollständigen Privatisierung durch Börsengang im Jahr 1993 heute einer der großen Asset und Investmentmanager Europas.

1916 Gründung der Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH (Montan)
1951 Umfirmierung in Industrieverwaltungsgesellschaft mbH (IVG)
1986 Umwandlung in die Rechtsform der AG
Going Public und Teilprivatisierung zu 45 %

1993 Vollprivatisierung bei breiter Streuung an der Börse

1996 Einführung eines Holding-Modells, damit einhergehend die klare Trennung strategischer und operativer Aufgaben
Umfirmierung in IVG Holding AG
Ab 1997 Konzentration auf Gewerbeimmobilien in Europa
2002 Umfirmierung in IVG Immobilien AG (nach Abgabe aller Nicht-Immobilien-orientierten Geschäftsbereiche)
2004 Erwerb von 50,1 % an Oppenheim Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft mbH (OIK)
2005 Erwerb von 33 Kavernen der Bundesrepublik Deutschland in der Kavernenanlage Etzel bei Wilhelmshaven
2006/2007 Aufstockung der Anteile an OIK auf 94 %
2008 Platzierung des größten Infrastrukturfonds in Deutschland - IVG Kavernenfonds - mit einem Investitionsvolumen von 1,7 Mrd. Euro
2009 Start der operativen und finanztechnischen Restrukturierung der IVG als Konsequenz aus der Finanzkrise
2010 Platzierung des "IVG Premium Green Fund", des größten deutschen Green Building Immobilienspezialfonds" mit einem Investitionsvolumen von 300 Mio. Euro
2011 40 Jahre Kavernenanlage Etzel
Eröffnung von THE SQUAIRE mit Ankermietern KPMG und Hilton Hotels
2012 Finalisierung der Transaktion „Silberturm“, Club-Deal unter IVG-Führung
Platzierung IVG REIT
Einzug Lufthansa als dritter Ankermieter in THE SQUAIRE
Joint Venture mit Beni Stabili, Italiens größtem Immobilienunternehmen
2013 Akquisition des „Prime-Portfolios“ – Club-Deal mit einem Investitions-volumen von 500 Mio. Euro unter Führung der IVG, die auch den Fonds und das Gebäude verwaltet.

interessante Lektüre:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9158515.html
Zitat
02.01.1995
Beamte
Kritische Grenze

Ein Ministerialdirektor wird Chef einer ehemaligen Staatsfirma - gute Kontakte helfen.

Das mochten die Bediensteten des Bonner Finanzministeriums gar nicht glauben: Einer der Ihren, ein hoher Beamter und enger Mitarbeiter von Amtschef Theo Waigel, quittierte aus freien Stücken seinen Dienst - und verzichtete auf seine üppige Pension.
Zitat Ende

http://www.focus.de/finanzen/boerse/akti...aid_928220.html

Wer noch mehr lesen möchte, der wird hier fündig!
..das Konglomerat der IG Farben..
..................

Nun wissen wir was vor 20 Jahren - also im Jahr 1993 war!
.... Die vollständige Privatisierung der IVG, denn davor

war sie im Besitz des Bundesminister für Verteidigung
http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/...19/para3_6.html

Ich habe den OAL von Blumenthal sowie den Senator Lohse so verstanden, dass in den letzten 20 Jahren, das wäre ab Privatisierung der IVG im Jahr 1993, das Tanklager störungsfrei betrieben wurde.


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zuletzt bearbeitet 31.07.2014 | Top

RE: ..was war vor 20 Jahren? - 1993

#2 von Lola , 30.10.2013 05:06

http://de.wikipedia.org/wiki/Eckart_John_von_Freyend

Zitat
Karriere

Nach zwei Jahren als Assistent der Geschäftsführung der Vermögensverwaltung der Grafen Quadt in Isny arbeitete John von Freyend von 1970 bis 1988 beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), zuletzt als Mitglied der Hauptgeschäftsführung mit Zuständigkeit für Bildung und Forschung, Energie und Umwelt sowie für Verkehr und Telekommunikation.[6]

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde John von Freyend im November 1990 (bis März 1995) als Ministerialdirektor zum Leiter der Abteilung Industrielles Bundesvermögen des Bundesfinanzministeriums (BMF) berufen. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörte vor allem die Zuständigkeit für die Treuhandanstalt, für die das BMF die Rechts- und Fachaufsicht hatte, sowie die Privatisierung von Bundesbeteiligungen in Westdeutschland. Hier war er unter anderem an der Privatisierung der Lufthansa, Telekom, Gelber Post, Rhein-Main-Donau AG, IABG sowie der IVG Immobilien beteiligt.[7]

Nach seinem Ausscheiden aus dem BMF war John von Freyend von April 1995 bis Juni 2006 Vorstandsvorsitzender der IVG Holding AG (seit 2002 IVG Immobilien AG). In dieser Zeit entwickelte er die IVG vom nationalen Mischkonzern zu einer börsennotierten europäischen Immobiliengesellschaft mit ca. 20 Mrd. € Immobilienbesitz sowie großen Projektentwicklungen. Der Börsenwert stieg von 683 Mio. € auf bis zu 2,83 Mrd. €.[8] Später zeigte sich, dass die Expansion nicht nachhaltig war. Der Börsenwert sank auf rund 700 Millionen Euro. Das Unternehmen kämpft gegen den Konkurs.[9]

Im Anschluss arbeitete John von Freyend als Aufsichtsratschef beim Berliner Immobilienkonzern GSW. Nachdem er im Frühjahr 2013 versuchte, seinen Vertrauten Bernd Kottmann im Amt des Vorstandsvorsitzenden zu installieren, musste er auf Druck von Aktionären und des Betriebsrats seinen Posten räumen.[10] Kottmann war unter John von Freyend Finanzchef des maroden Immobilienkonzerns IVG gewesen. Es kam zu einem Aufbegehren verschiedener Großaktionäre unter der Führung der niederländische Pensionsfond PGGM, die John von Freyend Vetternwirtschaft und Kottmann mangelnde Qualifikation vorwarfen.[11]
Aktuelle Mandate

Im Juli 2013 ist John von Freyend u. a. Mitglied in folgenden Aufsichts- und Beiräten und vergleichbaren Gremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hamborner Reit AG[12]
Mitglied des Aufsichtsrats in der AVECO Holding AG[13], Investment AG für langfristige Investoren TGV[14], EUREF AG[15], Hahn Immobilien-Beteiligungs AG[16] und VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG.[17]
Mitglied des Verwaltungsrats von FMS Wertmanagement AöR[18] sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Mitglied der Investment Committees von ECE Real Estate Partners S.a.r.L. und Indigo Invest Holding GmbH & Co. KG sowie Vorsitzender des International Advisory Board der Pacific Star Group (Singapur).[19]

Aktuelle Mandate

Im Juli 2013 ist John von Freyend u. a. Mitglied in folgenden Aufsichts- und Beiräten und vergleichbaren Gremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hamborner Reit AG[12]
Mitglied des Aufsichtsrats in der AVECO Holding AG[13], Investment AG für langfristige Investoren TGV[14], EUREF AG[15], Hahn Immobilien-Beteiligungs AG[16] und VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG.[17]
Mitglied des Verwaltungsrats von FMS Wertmanagement AöR[18] sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Mitglied der Investment Committees von ECE Real Estate Partners S.a.r.L. und Indigo Invest Holding GmbH & Co. KG sowie Vorsitzender des International Advisory Board der Pacific Star Group (Singapur).[19]
Zitat Ende

Herr von Freyung ist u.a. Mitglied des Verwaltungsrats der BImA!!!!

Wer weiß, vielleicht hat er ja ein Ohr in Sachen Tanklager Farge.


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RE: ..was war vor 20 Jahren? - 1993

#3 von Lola , 30.10.2013 05:49

die Lektüre ist schon etwas älter, aber interessant

http://www.welt.de/print-welt/article487...ionaer-WCM.html

Zitat
Immobiliengesellschaft IVG begrüßt neuen Großaktionär WCM

"Zeitpunkt hat überrascht". Rekordgewinn angekündigt. Konzernchef Ehlerding sitzt bereits seit Jahren im IVG-Aufsichtsrat Von Robert Ummen

Der Immobilienkonzern IVG Holding AG, Bonn, hat die faktische Mehrheitsübernahme durch die WCM AG, Frankfurt/Main, begrüßt. "Wir freuen uns, einen starken Investor an der Seite zu haben, der sowohl als schlagkräftiges Investmenthaus als auch kompetentes Immobilienunternehmen gilt", sagte Eckart John von Freyend, Vorstandsvorsitzender der IVG, der WELT.

Mit dem Schachzug der WCM, die durchgerechnet nun 43,4 Prozent an der IVG hält, sei gerechnet worden, allerdings habe der Zeitpunkt überrascht, so John von Freyend. Immerhin sei der Konzern des Hamburger Milliardärs Karl Ehlerding auch schon vorher mit 22 Prozent ein "starker Partner" gewesen. Ehlerding sitzt bereits seit drei Jahren im IVG-Aufsichtsrat.
Zitat Ende

http://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/i...en/8921036.html
Ein Bericht neueren Datums v. 12.Okt.2013
http://www.ivg.de/unternehmen/vorstand/

Nachdem die GSW auch hier schon genannt wurde, habe ich auch da gleich mal etwas gegoogelt. Vielleicht interessiert es ja jemanden..
http://de.wikipedia.org/wiki/GSW_Immobilien
http://www.dgap-medientreff.de/news/wirt...schluss-412277/


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"Bürger gegen Senator"

#4 von Lola , 30.10.2013 06:26

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,697050.html

Zitat
Bremen-Nord - 30.10.2013
Streit um Tanklager
Von Christina Denker

Farge/Blumenthal. Umweltsenator Joachim Lohse auf der einen Seite – Bürger, Initiativen und Kommunalpolitiker auf der anderen Seite. Eine Ausschusssitzung in Blumenthal zeigte jetzt, begleitet von einem überregionalen Medienaufgebot, dass es zwischen betroffenen Bürgern und Senator keine Annäherung gibt.

Am Ende waren die Vertreter der Bürgerinitiative enttäuscht. Auch im Publikum gab es keine zufriedenen Gesichter. Richtig gewundert hatte das wohl niemanden. Enttäuschung herrschte darüber, dass der Bremer Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) auf der Sitzung des Bauausschusses Montagabend keine politische Willenserklärung zur Stilllegung des Tanklagers Farge abgegeben hatte. Im Gegenteil: „Die Stilllegung des Tanklagers steht für mich nicht an erster Stelle“, sagte er klipp und klar.

Seine Begründung: Einerseits trage der technische Zustand des Tanklagers seiner Meinung nach nicht zur Vergrößerung des Schadens bei: „Es gibt keinen Grund, das zu vermuten.“ Andererseits würden die laufenden Sanierungsarbeiten einem Betrieb nicht im Wege stehen. Zwei Ziele hat sich Lohse auf die Fahnen geschrieben: Dass die Altlasten gesichert werden und die Verursacher für den Schaden aufkommen.
Zitat Ende


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RE: "Bürger gegen Senator"

#5 von Lola , 30.10.2013 07:53

..ach übrigens!

..ich sehe es auch wie der Senator: Dass die Altlasten gesichert werden und die Verursacher für den Schaden aufkommen.


Er hat mit keinem Satz gesagt, dass er einen Weiterbetrieb des Tanklagers möchte.

Wenn erst der Aktendeckel zugeklappt ist, dann ist auch kein Interesse mehr vorhanden nach den Verursachern zu suchen. Eine Aufklärung muss schon im allgemeinen Interesse liegen, um eine Lücke im System zu finden.

Auch der Bund hat das Recht auf eine lückenlose Aufklärung, denn letztendlich zahlt alles der Steuerzahler und das sind nun einmal die Bürger.

http://gaebler.info/politik/schulden-13.htm


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Aufstieg und Fall

#6 von Reinhard , 30.10.2013 10:29

Aufstieg und Fall

Der Hinweis auf den zeitweiligen Betreiber des Tanklagers Farge, die IVG AG, sollte bei einer Entscheidung über eine Weiterführung des Betriebs sehr zu denken geben:

Die IVG war nur bis 2013 ein großer Immobilienkonzern mit Gebäuden von rund 4 Milliarden Euro Marktwert in seinem Portfolio, als er im August aufgrund seiner hohen Verschuldung Insolvenz anmelden musste. Inzwischen ist der Kurs auf 7 Cent gefallen, womit die Börse eindeutig signalisiert, dass hier nichts mehr zu holen ist.

Dieser rasche und tiefe Fall eines ehemals großen Konzerns weist auf die Risiken hin, die mit einem Tanklager verbunden sein können, das einen privaten Eigentümer und Betreiber hat. Der kann pleite gehen und das häufig sogar ohne eine längere Vorwarnung.

Das zeigt sehr nachdrücklich, wie gerechtfertigt die Forderung des Landkreises Osterholz nach Sicherheiten bei einem neuen Tanklagereigentümer ist; denn wer sollte bei einem Pleiterunternehmen einmal für mögliche Schäden bei den Anwohnern und für einen Rückbau der Anlage aufkommen.

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..interessanter Beitrag..

#7 von Lola , 31.10.2013 17:13


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zuletzt bearbeitet 31.10.2013 | Top

"Tanklager vor dem Aus"

#8 von Lola , 01.11.2013 06:00

so lautet die Überschrift eines Artikels in der heutigen Ausgabe "Die Norddeutsche"

Zitat
Zivile Nutzung ist keine Option mehr - 01.11.2013
Bund schreibt Tanklager Farge ab
Von Jürgen Theiner

Bremen. Das Tanklager der Bundeswehr in Farge soll offenbar geschlossen werden, ein zivile Nachnutzung des Areals scheint vom Tisch. Auslöser dieser überraschenden Entwicklung ist ein Brief einer Bundeswehr-Fachbehörde an Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne). In dem Schreiben signalisiert der Bund, dass es auf absehbare Zeit keine Verkaufsperspektive für das großflächig mit Schadstoffen verseuchte Areal gibt. Die Behörde bittet Bremen deshalb, drei Varianten einer Schließung zu prüfen: Einmottung des Tanklagers, Teilabriss oder komplette Entfernung sämtlicher Anlagen.
Zitat Ende


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RE: "Tanklager vor dem Aus"?

#9 von Lola , 06.11.2013 08:58

Gründung, Positionen und Entwicklung (3)

Beitrag 36

"CDU glaubt an Täuschung"


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Zum Beitrag Nr.6- Aufstieg und Fall

#10 von Lola , 24.02.2014 21:01

http://de.reuters.com/article/companiesN...EA1N02620140224


Insolvente IVG wird in drei Teile aufgespalten
Montag, 24. Februar 2014, 15:15 Uhr

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Frankfurt (Reuters) - Der insolvente Immobilienkonzern IVG wird nach seiner Rettung in drei Teile zerlegt.

Die Immobilien im eigenen Bestand, das Geschäft mit Immobilienfonds für institutionelle Anleger und die Gas-Kavernen an der Nordsee sollen organisatorisch voneinander getrennt werden, sobald die neuen Eigentümer - die bisherigen Gläubiger - das Sagen haben, sagte Vorstandschef Wolfgang Schäfers am Montag in Bonn. Das macht es den Hedgefonds und anderen Finanzinvestoren, die sich vor der Pleite in die Schulden der IVG eingekauft hatten, leichter, den Konzern später zu filetieren. Die Aktie soll im Juni oder Juli nach 28 Jahren von der Börse genommen werden, die bisherigen Aktionäre verlieren ihren Einsatz vollständig.

"Ob die neue Holding oder einzelne Töchter später wieder an die Börse gebracht werden, bleibt den neuen Investoren überlassen", sagte Schäfers. "Es gibt keinen Zusammenhang etwa zwischen Kavernen und dem Immobiliengeschäft", rechtfertigte er den Umbau. "Andererseits gebe es auch keine Pläne für ein "Zerschlagungs-Szenario", fügte er hinzu. Doch die neuen Eigentümer sind langfristig wohl auf eine Verwertung der Unternehmensteile angewiesen, um Gewinn aus dem Einstieg bei der IVG zu ziehen.

Über den drei Unternehmensteilen thront nach dem am Montag beim Amtsgericht Bonn eingereichten Insolvenzplan künftig eine Finanzholding, die komplett den bisherigen Gläubigern gehören soll. Durch den Tausch von Schulden in Eigenkapital ("Debt-for-equity Swap") erhalten sie rechnerisch bis zu 80 Prozent ihrer Forderungen zurück. Die meisten Spekulanten wie Cerberus und Aurelius Capital Management haben sich im Vorfeld der Insolvenz freilich zu höheren Kursen in die wackligen Kredite eingekauft - laut Insidern zu 83 und 91 Prozent des Nennwerts -, so dass sie zunächst noch keinen Profit machen.

"EXTREM HOHE QUOTE"

Gewöhnliche Gläubiger können damit rechnen, 60 Prozent ihrer Forderungen an die IVG beglichen zu bekommen - in bar. "Das ist für ein Insolvenzverfahren eine extrem hohe Quote", sagte Schäfers. Bei einer sofortigen Zerschlagung wären nur 49 Prozent herausgekommen. Der Liquidationswert der Immobilien hätte bei 3,2 Milliarden Euro gelegen, nach der Sanierung geht der Vorstand von einem Wert von 3,6 Milliarden aus. Die IVG-Gläubiger sollen am 20. März über den Plan abstimmen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Zustimmung erhalten werden", sagte der Vorstandschef.

Es ist der größte "Debt-for-Equity Swap" bei einem börsennotierten Unternehmen. In Deutschland ist ein solcher Tausch erst seit knapp zwei Jahren bei Firmenpleiten erlaubt. Die IVG war im Herbst unter einer Schuldenlast von mehr als vier Milliarden Euro in die Pleite gerutscht. Nun werde sie um 2,2 Milliarden entschuldet, sagte Schäfers. Der "neue" Konzern komme auf eine Eigenkapitaldecke von 1,9 Milliarden Euro. Gegen eine Umschuldung ohne Insolvenz hatten sich vor allem die Gläubiger einer Hybridanleihe über 400 Millionen Euro gestellt, die nun ebenso wie die Aktionäre leer ausgehen. Damit hat allein die Karlsruher Unternehmerfamilie Mann, früher Eigentümer der Möbelhaus-Kette "Mann Mobilia", fast 200 Millionen Euro verloren.

Die IVG gehört künftig zu 80 Prozent rund 120 Gläubigern eines syndizierten Milliardenkredits und eines Darlehens, das ursprünglich die LBBW gegeben hatte. 20 Prozent liegen bei 40 bis 45 Zeichnern einer Wandelanleihe, die damit auf eine Plan-Quote von 68 Prozent kommen. Sie bringen laut Schäfers 150 Millionen Euro an frischen Mitteln mit. "Es wird - Stand heute - keinen einzelnen Aktionär geben, der mehr als zehn Prozent an der IVG halten wird", sagte er. Ein zweiter, voll besicherter Kredit über gut eine Milliarde Euro, in den sich ebenfalls Hedgefonds eingekauft hatten, soll rasch abgelöst werden.

© Thomson Reuters 2014 Alle Rechte vorbehalten.


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RE: Zum Beitrag Nr.6- Aufstieg und Fall

#11 von Lola , 05.03.2014 19:42

http://www.rohmert-medien.de/immobilienb...ept,130782.html

Zitat
IVG ist die Aktionäre los, Management verkündet stolz Sanierungskonzept

5.März 2014 Werner Rohmert
Kategorie: Artikel des Tages, Der Immobilienbrief


Insolvenzplan übergibt IVG an Gläubiger und Hedgefonds

Ein mustergültiges Beispiel, wie Aktionäre Ihr Unternehmen loswerden und Anleihegläubiger und Hedgefonds alle Assets übernehmen, hat das Management der IVG Immobilien AG gezeigt. Nachdenklich stimmt der Stolz des Managements auf das Ausbooten der Altaktionäre. Ein Blogger schreibt bei uns zu der Meldung: „Um ein Immobilienunternehmen wie die IVG vor die Wand zu fahren benötigt man im Wesentlichen zwei wichtige Eigenschaften: Völlige Ahnungslosigkeit und Größenwahn.“ Wir haben noch Ergänzungen.
Zitat Ende

Quelle für den Link: http://www.wallstreet-online.de/diskussi...neuster_beitrag


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RE: Zum Beitrag Nr.6- Aufstieg und Fall

#12 von Lola , 07.03.2014 15:56

http://www.manager-magazin.de/immobilien...g-a-957211.html

Zitat

06.03.2014

Insolvenzplan
IVG Immobilien - Rheingold in Bonn gefunden!

Von Jan D. Bayer, BayerLaw

Am Insolvenzplan des einstigen Börsenstars IVG scheiden sich die Geister. Sind Chancen und Risiken der Notoperation gerecht verteilt? Jan Bayer hat sich durch das juristische Dickicht gewühlt.

Es gibt es also doch, das sagenumwobene Rheingold. Allerdings wurde es entgegen anderslautender Vermutungen in der klassischen Literatur nicht vom hinterhältigen Hagen von Tronje bei Worms im Rhein versenkt, sondern es liegt ganz unscheinbar beim Amtsgericht in Bonn, wo es unter tätiger Mithilfe des Vorstandes der IVG Immobilien AG (IVG) nunmehr am 20. März 2014 von professionellen Schürfern gehoben werden soll.

Zitat Ende

Es bleibt spannend!


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RE: Zum Beitrag Nr.6- Aufstieg und Fall

#13 von Lola , 17.03.2014 14:02

http://www.cash-online.de/koepfe/2014/iv...vorstand/175346

Zitat
17. März 2014, 10:12

Köpfe | Sachwertanlagen
IVG: Schäfers nicht mehr Vorstand

Dr. Wolfgang Schäfers hat sein Amt als Vorstandsmitglied der IVG Immobilien AG und Sprecher des Gremiums mit sofortiger Wirkung niedergelegt.
Schäfers hatte zuletzt an der Erstellung eines Insolvenzplans für das Unternehmen sowie der Umsetzung weiterer Maßnahmen zur finanziellen und operativen Restrukturierung mitgewirkt.
Zitat Ende

(Quelle:http://www.wallstreet-online.de/diskussi...neuster_beitrag)


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RE: Zum Beitrag Nr.6- Aufstieg und Fall

#14 von Lola , 18.03.2014 10:05

Falls sich jemand für Veröffentlichungen im Bundesanzeiger interessiert:

http://www.wallstreet-online.de/diskussi...neuster_beitrag

im letzten Beitrag auf Wallstreet online wurde ein Link eingefügt, der aber nicht funktioniert, daher bei Google "Bundesanzeiger" eingeben. Danach im Suchbegriff "IVG" eingeben und dann erscheint der neueste Eintrag v. 18.3.2014 im Bundesanzeiger.


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zuletzt bearbeitet 18.03.2014 | Top

RE: Zum Beitrag Nr.6- Aufstieg und Fall

#15 von Lola , 20.03.2014 16:52

http://www.fondsprofessionell.de/news/sa.../1014462/ref/4/

Zitat
20.03. | 2014

Fetter Deal:
DFH übernimmt 2,7-Milliarden-Euro-Fonds von IVG

DFH-Vorstand Tobias Börsch: "Durch die Übernahme erreichen wir eine Größenordnung, mit der wir in der Fondsverwaltung zu den wesentlichen Anbietern am Markt gehören."
Die Deutsche Fonds Holding der Zech Gruppe erwirbt das Publikumsgeschäft des insolventen Immobilienkonzerns IVG. Damit wächst die DFH zu einem bedeutenden Manager geschlossener Immobilienfonds.
Zitat Ende


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Gewässerschutz
Nach welchen Schadstoffen sollte man suchen?

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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