Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE:Begriffsbestimmungen " Gewässer"

#16 von Lola , 14.02.2014 11:27

http://dejure.org/gesetze/StGB/330d.html

Zitat


Strafgesetzbuch
Besonderer Teil (§§ 80 - 358)
29. Abschnitt - Straftaten gegen die Umwelt (§§ 324 - 330d)
§ 330d
Begriffsbestimmungen

(1) Im Sinne dieses Abschnitts ist

1. ein Gewässer:

ein oberirdisches Gewässer, das Grundwasser und das Meer;



http://dejure.org/gesetze/StGB/330.html
§ 330
Besonders schwerer Fall einer Umweltstraftat

Die folgenden Punkte fallen unter den § 330:

1. ein Gewässer, den Boden oder ein Schutzgebiet im Sinne des § 329 Abs. 3 derart beeinträchtigt, daß die Beeinträchtigung nicht, nur mit außerordentlichem Aufwand oder erst nach längerer Zeit beseitigt werden kann,
2. die öffentliche Wasserversorgung gefährdet,
3. einen Bestand von Tieren oder Pflanzen einer streng geschützten Art nachhaltig schädigt oder
4. aus Gewinnsucht handelt.



Was würde auf die Grundwasser-und Erdverseuchung, ausgehend vomTanklager-Farge zutreffen?


Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


RE:Naturschutzgebiet

#17 von Lola , 14.02.2014 11:52

https://bremen.beck.de/default.aspx?vpat...NatSchG.P48.htm

Auch wenn weite Teile des Tanklager-Areals als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurden,
so sind Ausnahmen und Befreiungen möglich.


Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


Schutz des Trinkwassers

#18 von Lola2 , 31.10.2014 06:29

...das Umweltamt informierte uns Bürger zwar darüber, dass man kein Recht auf sauberes Grundwasser hat.

Wie sieht es mit dem Recht auf sauberes Trinkwasser aus?

Bei den ganzen Geschehnissen in unser "schnelllebigen Welt" und damit die Sorge um unser Trinkwasser nicht in Vergessenheit gerät, vielleicht einfach mal in diesem Thread die Recherchen wieder lesen.

Unser Umweltrecht ist gut geregelt, es muss nur Beachtung finden!

Im 1.Beitrag in diesem Thread kann man sich auch einen Ausschnitt aus einem Hollywood Film ansehen.
Vielleicht fällt danach das Lesen von Gesetzestexten leichter


Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014

zuletzt bearbeitet 31.10.2014 | Top

RE: Schutz des Trinkwassers

#19 von Lola2 , 02.11.2014 23:20

http://www.verwaltungsvorschriften-im-in...4-0003-A002.htm
3. Vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Kontaminationen des Trinkwassers

3.1. Schutz vor Verunreinigungen bei Bau und Reparatur von Anlagen

Zitat

In mit Kohlenwasserstoff belasteten Böden dürfen keine Kunststoffrohre ohne besonderen Schutz für Trinkwasserinstallationen verwendet werden. Damit soll verhindert werden, dass aromatische Kohlenwasserstoffe durch die Kunststoffrohre diffundieren und in das Trinkwasser gelangen können.

□ Die eingesetzten Installationsmaterialien müssen desinfizierbar und gegen Desinfektionsmaßnahmen dauerhaft beständig sein.

□ Trinkwasserleitungen und -netze müssen so geplant werden, dass die Stagnation von Trinkwasser auf das absolut Notwendige minimiert wird. Wenn Stichleitungen nicht zu vermeiden sind, sollten diese immer am letzten noch benutzten Zapfhahn bzw. Hydranten enden.

Grundsätzlich sind alle neu verlegten bzw. reparierten Rohrleitungen, Anlagen und Anlagenteile vor der Inbetriebnahme zu reinigen (spülen). Dadurch sollen evtl. eingetragene Fremdstoffe aus dem System entfernt werden. Bezüglich der Durchführung der Reinigung der Systeme s.a. Punkt 8.1.1. und 8.1.2. dieses Anhangs.

Zitat Ende

...aromatische Kohlenwasserstoffe im Trinkwasser?......

http://de.wikipedia.org/wiki/Polycyclisc...lenwasserstoffe

Zitat
Wirkung bei Menschen

Die Aufnahme der Schadstoffe erfolgt durch die Nahrung und Trinkwasser, durch die Atmung der belasteten Luft über die Lunge (wobei Autoabgase und Tabakrauch für die allgemeine Bevölkerung am bedeutendsten sind) sowie durch die Haut. Bei Kindern ist die Schadstoff-Aufnahme besonders hoch.[10]

PAK entfetten die Haut, führen zu Hautentzündungen und können Hornhautschädigungen hervorrufen sowie die Atemwege, Augen und den Verdauungstrakt reizen.

Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserzeugend (z. B. Lungen-, Kehlkopf-, Hautkrebs sowie Magen- und Darmkrebs bzw. Blasenkrebs). Die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit besteht.

Zum Beispiel wird das Benzo[a]pyren bei Schornsteinfegern für den Hautkrebs verantwortlich gemacht.

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: Schutz des Trinkwassers

#20 von Lola2 , 23.01.2015 11:01

aromatische Kohlenwasserstoffe

http://de.wikipedia.org/wiki/BTEX

Zitat
BTEX oder BTXE ist eine Abkürzung für die aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und die Xylole.[1] Es handelt sich bei ihnen um flüchtige organische Verbindungen. Als Rohstoffe sind die BTEX für die Petrochemie von Bedeutung.[2] In der Umweltanalytik bedeutet die Kurzform BTX einen Summenparameter für "leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe".

Diese Substanzen können aus bestimmten Lösungsmitteln, Altablagerungen (etwa von Gaswerken), Abgasen von Kraftfahrzeugen oder durch Versickern von Treibstoffen als Schadstoffe in das Grundwasser und somit auch ins Trinkwasser gelangen.

Die Giftwirkung besteht in Leberschäden und chronischen Nervenschäden.
Benzol ist zusätzlich krebserregend.

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


..vielleicht ist die Überwachung doch nicht so gut in Deutschland?

#21 von Lola2 , 23.01.2015 11:06

http://www.antenne.com/news-service/nach...uell-verbrannt/

....Zitat

Fast fünf Monate nach der Explosion in der Chemiefabrik in Ritterhude geht das niedersächsische Umweltministerium von der illegalen Verbrennung von Abfällen in dem Unternehmen aus. Das sei das vorläufige Ergebnis einer Untersuchung, teilte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Donnerstag mit. Spätestens seit 2005 habe das Unternehmen "ohne die erforderliche genehmigungsrechtliche Absicherung" in seiner Feuerungsanlage Fremdabfälle entsorgt. Es könne ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass die Anlage seit 2003 "mit einer höheren Kapazität als der ursprünglich genehmigten" betrieben wurde. Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Nach den neuen Erkenntnissen sollen die Ermittlungen möglicherweise ausgeweitet werden.

Grundlagen der Prüfung waren Akten des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamts (GAA) Cuxhaven sowie der Bezirksregierung Lüneburg. Wenzel forderte das GAA auf, die illegale Verbrennung bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen.
Zitat Ende


Wer hat in der Zwischenzeit die Verbrennung übernommen?

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: ..vielleicht ist die Überwachung doch nicht so gut in Deutschland?

#22 von fight4yrights , 24.01.2015 20:23

Na wer wohl???
Da steht doch so'n Ding in Blumenthal.
Übrigens, eine Senioren-Wohnanlage ist in ehemaligen Nordenholz -Immobilie gescheitert, weil zu dicht dran am Schlot besagter Anlage.
Nun kommt 'ne Kita.
Die sind ja noch jung und können den Dreck verkraften! Und wenn's dann doch mal jemandem schlecht geht...die Ärzte haben ihre Praxen dann ja gleich dort.
Einfach genial!

fight4yrights  
fight4yrights
Beiträge: 142
Registriert am: 26.01.2013


"Trinkwasser- Hamburg im Jahr 2021!!!!!

#23 von Lola2 , 27.01.2015 15:32

http://blog.campact.de/2015/01/hamburg-2...asser-gefrackt/


Was wäre wenn?


Zitat

Hamburg 2021: Hamburgs Trinkwasser – gefrackt?

23. Januar 2015 von Jörg Haas


"Teil 1 der Reihe “Was wäre wenn… Hamburg 2021”

Was wäre wenn … TTIP und CETA doch durchkämen? Wie sähe Hamburg aus, wenn die Konzernlobby sich durchsetzt? Heute: Das Beispiel Trinkwasser. Die “Hamburger Zukunftspost” berichtet aus dem Jahr 2021:

Hamburg, 28. Dezember 2021: Die Hamburger Wasserbetriebe schließen heute mehrere Trinkwasserbrunnen in den Vierlanden im Südosten der Stadt. Das Grundwasser enthielt Spuren giftiger Chemikalien. Die Bewohner von Bergedorf und Umgebung wurden gebeten, mit Wasser besonders sparsam umzugehen und das Leitungswasser sicherheitshalber nicht für Babynahrung zu verwenden.

Umweltschützer des BUND Hamburg sowie der Bürgerinitiative Frackingfreies Hamburg verwiesen auf die Bohrungen der BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co KG, einer Tochtergesellschaft des ExxonMobil Konzerns, im gleichen Gebiet. Es bestehe der Verdacht, dass Bohrlöcher undicht geworden und Frackingflüssigkeit aus tieferen, gefrackten Schichten in das Grundwasser eingedrungen seien.

Wie konnte es dazu kommen? Den Bohrungen von ExxonMobil waren mehrere Jahre harter Auseinandersetzungen vorangegangen. Nach massiven Protesten der Bevölkerung hatte der Senat im Jahr 2016 dem Konzern die Genehmigung für Bohrungen im Erlaubnisfeld „Vierlande“ anfänglich verweigert. Dabei geht es um ein riesiges Gebiet von fast 20 Prozent des gesamten Hamburger Stadtgebiets, in den Bezirken Bergedorf, Mitte und Harburg.

Zitat Ende

Zitat

http://de.wikipedia.org/wiki/Trinkwasserverordnung

In § 1 der deutschen Trinkwasserverordnung heißt es konkretisierend:

„Zweck der Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit […] zu schützen.“
Zitat Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


..kontaminiertes Erdreich... im Jahr 2015

#24 von Lola2 , 27.01.2015 15:41

http://www.merkur-online.de/lokales/regi...ge-3675724.html

Beitrag v. 4.7.2014

Zitat

Krebsstoffe im Boden
3000 Tonnen Gift-Erde muss weg

Otterfing - Die Gemeinde Otterfing kommt die Sorglosigkeit früherer Generationen teuer zu stehen: Beim Bahnbrückenbau ist kontaminierter Boden aufgetaucht.

Dass Baustoffe pures Gift für Grundwasser, Mensch und Umwelt bergen könnten, hat lange niemanden bekümmert. Für die Entsorgung galt: Aus den Augen, aus dem Sinn - also ab unter die Erde.

Es ist ein belastendes Erbe, das im Untergrund schlummerte: Teerbrocken und anderer Schutt traten bei den Baggerarbeiten für den Neubau der Kreuzstraßen-Brücke über die Bahnlinie zu Tage - teils scheinbar in regelrechten Schichten. „Ob absichtlich oder unabsichtlich, lässt sich kaum mehr sagen“, meint Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU). Er kann sich aber durchaus noch an den laxen Umgang vorangegangener Generationen mit Müll und Schutt erinnern. „Aus meiner frühesten Jugend weiß ich, dass da früher vieles einfach hinuntergekippt wurde.“

Die Gemeinde war auf die Altlasten im Boden trotzdem nicht gefasst. „Vor Baubeginn sind Bodenproben entnommen worden“, erklärt der Bürgermeister auf Nachfrage unserer Zeitung, „laut Ingenieurbüro waren die Untersuchungsergebnisse aber nicht auffällig.“ Die Realität sah allerdings anders aus: 3000 Tonnen belasteter Boden muss weg, schätzt das Landratsamt Miesbach - und zwar so bald wie möglich. Die Gemeinde muss das belastete Material teuer entsorgen lassen. Der Aushub wurde am Otterfinger Bahnhof zur Zwischenlagerung aufgeschüttet. „Derzeit wird geprüft, wo das entsorgt werden kann, sagt Eglseder.

Wie Landratsamtssprecherin Gabriele Dorby erklärt, ist das belastete Material bereits in verschiedenen Haufwerken separiert worden. Die Analyse von Proben ergab eine ganze Reihe von krebserregenden Gefahrstoffen: Leichtflüchtige Aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol etwa, und Polychlorierte Biphenyle (PCB) sowie Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), darunter Naphtalin und Fluoren. „Die Belastung liegt knapp über dem Grenzwert“, erklärt die Sprecherin Dorby.

Ein Haufen sei bereits abtransportiert worden, berichtet Eglseder: „für 47 000 Euro“. Auf die Gemeinde kommt insgesamt wohl ein höherer sechsstelliger Betrag zu. Wegen des Geh- und Radwegbaus an der B 13, die das Straßenbauamt in den kommenden Monaten wie berichtet saniert, ist der Haushalt der Gemeinde ohnehin knapp kalkuliert. „Das wird schwierig, so einen Brocken zu verdauen“, so Eglseder.

Der Gemeinderat hat die Verwaltung deshalb in nicht- öffentlicher Sitzung damit beauftragt, die Angelegenheit juristisch prüfen zu lassen, teilt Eglseder mit. Auch einen Rechtsanwalt hat die Kommune eingeschaltet, der überprüfen soll, wieviel die Gemeinde für die Entsorgung zahlen muss und ob es möglicherweise Ansprüche gegenüber Firmen geben könnte. „Wir müssen das genau prüfen und uns rechtlich absichern“, sagt Eglseder, „damit uns keiner den Vorwurf machen kann, wir hätten etwas falsch gemacht oder uns über den Tisch ziehen lassen.“ Die Aufarbeitung des belasteten Erbes dürfte die Gemeinde noch einige Zeit beschäftigen.

Von Katrin Hager

Zitat Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


"Bohrschlamm-Entsorgung" Bohrschlamm=Sondermüll!

#25 von Lola , 16.03.2016 07:20

https://www.bundestag.de/dokumente/texta...e-zdebel/414932

Zitat
Zdebel fragt nach der Bohrschlamm-Entsorgung
Hubertus Zdebel, Obmann der Linken im Umweltausschuss

Es ist eine Mischung aus Schlamm und Gestein, versetzt mit Schwermetallen wie Quecksilber und Arsen, radioaktiven Partikeln und krebserregenden Kohlenwasserstoffen, die bei der Bohrung nach Öl und Gas anfällt. Jahrzehntelang jedoch wurde Bohrschlamm in Deutschland ohne besondere Sicherung direkt am Bohrplatz vergraben. Heute drohen die giftigen Rückstände laut Medienrecherchen Böden und Grundwasser zu kontaminieren. Für Hubertus Zdebel, Obmann der Linksfraktion im Umweltausschuss, ein ernstzunehmendes Problem, das sich angesichts der Pläne der Bundesregierung, das umstrittene Gas-Fracking zuzulassen, „noch drastisch verschärfen“ könnte. Die Fragestunde des Bundestages am Mittwoch, 16. März 2016, nimmt der Abgeordnete aus Münster deshalb zum Anlass, die Bundesregierung nach ihrer „bundesweiten Entsorgungsstrategie“ zu fragen. Die Erdöl- und Erdgasindustrie müsse die Kosten der von ihr verursachten Schäden „voll und ganz tragen“, fordert Zdebel im Interview:

Herr Zdebel, Bohrschlamm ist Sondermüll. Wie kann es sein, dass er in der Vergangenheit einfach vergraben wurde – und man heute gar nicht genau weiß, wo und in welchen Mengen?

Bis weit in die späten 1980er-Jahre hinein fehlte schlichtweg das öffentliche Bewusstsein für die Gefahren und möglichen Umweltschäden. Welches Problem Bohrschlamm darstellt, wurde erst da langsam deutlich. Eine effektive Kontrolle der Erdöl- und Erdgasindustrie hinsichtlich ihrer Entsorgungstätigkeit ist trotzdem unterblieben. Die Folgen ihrer jahrzehntelangen Entsorgungspraxis treten jetzt zutage. Viel zu lange haben die politisch Verantwortlichen davor die Augen verschlossen. Vermutlich, weil sie ahnten, welche immensen Kosten auf die öffentliche Hand und die verursachenden Unternehmen zukommen. Letztere wurden durch das Wegsehen geschont. Das ist umso ärgerlicher, weil heute viele der Unternehmen gar nicht mehr existieren. So steht zu befürchten, dass letztlich der Staat für die Sanierungskosten geradestehen muss.

Die niedersächsische Landesregierung sucht inzwischen in Niedersachsen nach „wilden“ Bohrschlammdeponien. Wissen Sie von ähnlichen Aktivitäten in anderen Bundesländern?

Nein, es sind mir keine bekannt. Genauso wenig wie belastbare Zahlen, wie viele solcher Bohrschlammgruben es überhaupt gibt. Ich werde diesbezüglich auch im Umweltausschuss nachhaken, der sich in seiner nächsten Sitzung auch mit diesem Thema befassen wird. Im Moment kann ich mich nur auf die Berichterstattung von NDR und WDR berufen, wonach bundesweit mehr als 1.400 Bohrschlammgruben vermutet werden. Aber wenn es tatsächlich allein in Niedersachsen 519 solcher Verdachtsflächen gibt, wie das niedersächsische Umweltministerium angibt, dann spricht vieles dafür, dass es in anderen Bundesländern, in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern etwa, ähnlich aussieht und wir es bundesweit noch mit einem noch viel größeren Entsorgungs- und Altlastenproblem zu tun haben.

Deswegen fragen Sie nach einer bundesweiten Strategie, mit der die Bundesregierung die Probleme beim Transport und bei der Beseitigung von Bohrschlamm in den Griff bekommen will?

Richtig, denn die Medienberichte haben ja gezeigt, was Niedersachsen für ein Problem hat. Es gibt landesweit keine einzige Sondermülldeponie, wo der Bohrschlamm entsorgt werden kann. So wird er zum Beispiel nach Nordrhein-Westfalen „exportiert“. Das ist zwar nicht illegal, aber Bohrschlammtransporte sind äußerst riskant. Und offenbar hat es bereits Fälle gegeben, in denen Lkw-Fahrer krank geworden sind, weil sie beim Transport in Kontakt mit dem Giftmüll gekommen waren.

Reichen denn angesichts dieser geschätzten Zahl der Bohrschlammgruben, die Sie genannt haben, überhaupt die bundesweit vorhandenen Sondermülldeponien aus?

Mit Sicherheit nicht! Wenn allein bei drei alten Bohrschlammgruben in Niedersachsen 720.000 Tonnen angefallen sind, werden mehr als 1400 Gruben die Kapazitäten sprengen.

Mit welchen Auswirkungen wäre zu rechnen, wenn der Bundestag das geplante Fracking-Gesetz annimmt, mit dem die Bundesregierung die umstrittene Fördertechnologie – wenn auch unter strengen Auflagen – zulassen will?

Das würde das Entsorgungsproblem drastisch verschärfen. Trotzdem wurde dieser Aspekt in der ganzen Diskussion um Fracking bislang gar nicht beachtet. Wenn die Technologie tatsächlich in Zukunft flächendeckend erlaubt sein sollte, müssten wir mit einem erheblichen zusätzlichen Aufkommen von hochtoxischem Bohrschlamm rechnen – zwischen 25 und 35 Millionen Tonnen, das haben WDR-Journalisten auf Basis von Angaben des Umweltbundesamtes hochgerechnet.

Kann das Parlament vor diesem Hintergrund überhaupt noch wie geplant über das Gesetz entscheiden?

Bei seriöser Betrachtung müsste die Große Koalition angesichts dieses gigantischen Entsorgungsproblems zu dem Schluss kommen, dass die Beratungen im Bundestag ganz neu zu eröffnen sind. Meine Haltung ist ganz klar: Fracking gehört ausnahmslos verboten. Einen Antrag dazu hat meine Fraktion eingebracht. Ich hoffe nun zumindest auf so viel Vernunft, dass das Entsorgungsproblem ernst genommen und der Entwurf nicht nach den Osterferien im Schnellverfahren durchs Parlament gepeitscht wird.

Zum Ernstnehmen gehört auch eine sichere Entsorgung. Experten halten aber Sondermülldeponien nicht für ausreichend und fordern eine Endlagerung unter Tage. Das wäre in technischer und finanzieller Hinsicht eine Mammutaufgabe.

Ja, aber wenn es stimmt, dass es in der Deponie in Hürth aufgrund der Bohrschlammlagerung bereits zu Emissionen in Boden, Wasser und Luft gekommen ist, dann brauchen wir eine andere Deponierung. Eine Endlagerung unter Tage würde die Kosten tatsächlich erheblich erhöhen. Damit ist die Bundesregierung erst Recht gefordert, sicherzustellen, dass die Erdöl- und Erdgasindustrie voll und ganz für die Sanierungskosten der von ihr verursachten Schäden aufkommt. Ich würde, ähnlich wie im Bereich der Atomenergie, für einen öffentlich-rechtlichen Fonds plädieren, in den die Unternehmen einzahlen. Die Erfahrung hat leider gezeigt, dass eigentlich für die Endlagerung vorgesehene Rückstellungen nicht zur Verfügung standen, weil Unternehmen das Geld anderweitig eingesetzt hatten. (sas/15.03.2016)

Zitat Ende

Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


"Erin Brokovich"

#26 von Lola , 28.03.2016 09:17

https://netzfrauen.org/2016/03/28/erin-b...ing-our-health/

Dieser Thread begann mit der Aufklärung von verseuchtem Wasser durch Erin Brokovich.

Wie die Netzfrauen uns in dem o.a. Link recherchiert haben, hat Erin Brokovich ihren Kampf weitergeführt:

Erin Brockovich ist Konsumentenschützer.

Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


....wie wäre es mit "weltweiter Ächtung von Chemtrails"?

#27 von Lola , 20.12.2016 14:35

....und wer braucht eigentlich Fracking?



http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...ch/9548378.html

Zitat

Exxon-Chef will kein Fracking vor seiner Ranch
von:

Franz Hubik

Datum:

27.02.2014 16:14 Uhr

Rex Tillerson gilt als glühender Fracking-Anhänger. Gegen den Bau eines Wasserturms, der für die umstrittene Gasfördermethode benötig wird, wehrt sich der Exxon-Chef aber vehement – denn sein Anwesen liegt um die Ecke.

Zitat Ende

Also in Bothel bei Verden will das auch keiner

Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


"Exxon plant Bau einer Reststoffbehandlungsanlage"

#28 von Lola3 , 27.04.2017 09:10

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1589417.html

Zitat
Radioaktiver Müll
Entsorgungsproblem mit giftigen Abfällen

Peter Mlodoch 26.04.2017 0 Kommentare

Das Radium 226 und 228 sowie das Blei 210 sind natürlichen Ursprungs und befinden sich ganz tief unten im Boden. Durch die Gas- und Ölförderung geraten die strahlenden Stoffe jedoch an die Oberfläche.

Dort lagern sie sich in Tankschlämmen oder als Krusten in Rohren und Anlagenteilen ab. Allein in den Jahren 2012 bis 2015 fielen in Niedersachsen 660 Tonnen solcher radioaktiver Schlämme und 765 Tonnen kontaminierter Festschlacken an.

Das ergibt sich aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums in Hannover auf eine Landtagsanfrage der Grünen-Fraktion. Für 2016 hat danach das Landesbergamt noch nicht alle Abfälle abschließend erfasst, bislang sind es 130 Tonnen Schlamm und 140 Tonnen Krusten. Die Rückstände werden laut Ministerium nach Maßgabe der Strahlenschutzverordnung in zugelassenen Deponien entsorgt.
.....
......

Der Beitrag informiert weiter:
Gefahr des Durchrostens

Die Grünen warnen dennoch. Vor allem das Durchrosten stelle eine erhebliche Gefahr dar. „Wie lange werden diese unprofessionellen Behälter überhaupt halten?“, fragt Staudte und fordert ein öffentlich einsehbares Kataster über das versenkte Material. Risiken und die Haftung für Schäden seien völlig ungeklärt. „Das alles zeigt, dass radioaktive Stoffe gar nicht erst an die Oberfläche befördert werden, sondern in der Erde in sehr großen Tiefen bleiben sollten.“

Der letzte Absatz informiert wie folgt:

Misstrauen bei Bürgern sitzt tief

Die Reinigungsreste sollen aus einem Umkreis von 60 Kilometern herangeschafft werden; von zwei Tanklastwagenfuhren pro ­Woche ist die Rede. Exxon schließt sowohl bei diesen Transporten als auch bei der Aufarbeitung der kontaminierten Flüssigkeiten eine Gefährdung der Bevölkerung aus.

Doch das Misstrauen bei den betroffenen Bürgern sitzt tief – nicht zuletzt wegen ­diverser Pannen und der erhöhten ­Krebsrate in der Region. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Bau der Anlage ist nicht vorgesehen und laut Landesbergamt nicht erforderlich. Die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten aus Scheeßel hegt denn auch den Verdacht, dass hier die strahlenden Schlämme und Krustenreste behandelt werden sollen.

„Wir müssen genau die Frage stellen, welche dieser Abfälle für Bellen vorgesehen sind.“ Die Unruhe der Menschen „in dieser ohnehin schon stark von den unkalkulierbaren Risiken der Erdgasförderung belasteten Region“ sei nur zu berechtigt.
Zitat Ende

Der vollständige Artikel läßt sich mit o.a. Link aufrufen.

Bremen bezieht einen Teil ihres Trinkwassers aus der Rotenburger Rinne.


"An 144 Messstellen wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Minister Habeck sorgt sich um das Trinkwasser – dazu h

Beitrag 5 beschäftigt sich mit "

"Bohrschlamm-Entsorgung" Bohrschlamm=Sondermüll

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


   

"Chemtrails"
"Bundesamt für kerntechnische Entsorgung" Bundesbehörde statt Bundeswehr

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen