Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: Zauberwort "Fördergelder"

#1 von Lola , 18.09.2013 01:09

..inspiriert wurde ich zu diesem Thema durch die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Bremen durch den Beitrag Nr. 2 von Reinhard Wätjens Park -



http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-49849328.html
........Die Panzerknacker aus Hamburg.........
.es war einmal eine Emissionsabzocke einer Schweizer Aktiengesellschaft. Trotz frühzeitiger Anzeige bei der Kriminapolizei in Bremen-Abt. Wirtschaftskriminalität- wurde die Aktie in Frankfurt und Berlin gehandelt.

http://www.comdirect.de/forum/fdo/Thread...&pager.offset=0

Irgendwann haben sich die Protagonisten, die sich möglicherweise gerade bei einer Tasse Kaffee in einem Stehcafe in Bremerhaven befanden, dazu entschlossen... Auf nach Paris und den Disney Park in einer "feindlichen Übernahme sich einzuverleiben".

Die Aktie der Center-Tainment AG, deren einzige Beteiligungen die Krawallino AG, sowie ein Kletterpark an der Ostsee war, wurde "hoch geprügelt" bis zeitweise € 35.--
Allein die Aussage, dass man bereits Fördergelder in Höhe von € 19 Millionen beantragt hätte, war zum damaligen Zeitpunkt eigentlich schon ein Gütesiegel, denn ein solcher Antrag durchläuft verschiedene Stellen und wird geprüft, sodass man mit derartigen Aussagen Investoren ködern konnte.

Die Behörden in Frankreich haben reagiert und den letzten Präsidenten (bei solchen Klitschen ist der Wechsel immer nach kurzer Zeit, damit es möglichst unübersichtlich wird) der Center-Tainment zu einer Geldbuße von € 1 Million verurteilt.

Trotz chronologischer Aufstellung der ganzen Geschichte ( das war der Rat des Kriminalbeamten), damit der bearbeitende Staatsanwalt sich einfacher in den Fall einlesen kann, kam von der Staatsanwaltschaft Bremen hinsichtlich der Ermittlungen in Sachen Center-Tainment nie etwas.

Es geht noch weiter:
http://www.graumarktinfo.de/gm/aktuell/v...ngt/508409.html
Zitat
..der Werft Bremer Vulkan und der Schichau Seebeckwerft durch gestreute Gerüchte über angebliche Sanierungspläne in die Höhe getrieben.
Zitat Ende

Vielleicht ist das üblich, dass nicht alle Vergehen bearbeitet werden, weil das Strafmass sich nicht verändert.
Im Falle von Center-Tainment waren jedoch alle Anzeichen für eine Emissionsabzocke frühzeitig gegeben und der Gang an die Börse hätte verhindert werden können, aber vielleicht war diese Erwartungshaltung an die Staatsanwaltschaft zu hoch.
Es haben viele Kleinanleger ihr Investment verloren.

Ob es der Vulkan, Center-Tainment, IG Farben oder Schichau-Seebeck Werft und viele andere noch, wenn dieser "Dunstkreis" am werkeln war, haben die Kleinanleger fast immer verloren.
Wer mit gezinkten Karten spielt, der gewinnt eben und das ist wahrlich keine Kunst. Sogar mit Falschnamen wurde operiert.
Es ist nur schlimm, dass diese Leute sich eben so lange ungehindert in unserem Rechtsstaat "entfalten" können.


http://www.finanznachrichten.de/nachrich...albhenn-007.htm

Das war nur mal so ganz nebenbei. Ich erinnere mich, dass der Weser Kurier in 2006 Anfang Dez. einen kleinen Bericht, 6 Zeilen ? über die dreisten Übernahmegerüchte von Euro Disney durch die Center-Tainment AG Zug/Schweiz veröffentlicht hat.


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..noch etwas Lektüre zum Vulkan..

#2 von Lola , 18.09.2013 08:38

http://www.gibmich-diekirsche.de/bericht...pid=38&uid=1258
Zitat
Auch die wohl bekanntesten Vorgänge, die Zerschlagung der Bremer Vulkanwerft, für die er bekanntlich den öffentlichkeitswirksamenn Titel „Plattmacher“ erhielt, und die Rettung von Borussia Dortmund beschreibt er exakt.
Zitat Ende

http://www.stern.de/wirtschaft/news/heus...ht-1982024.html

Bei der Zerschlagung des Bremer Vulkan hat es eine ganze Region getroffen, während die Kursmanipulation nach der Zerschlagung "nur" noch Kleinanleger getroffen hat.


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RE: ..noch etwas Lektüre zum Vulkan..

#3 von Lola , 11.01.2014 16:18

http://www.focus.de/finanzen/news/trotz-...id_3531046.html

Zitat
Trotz schwerer Erkrankung Deutscher Finanzinvestor Homm wird an USA ausgeliefert
Freitag, 10.01.2014, 19:06


Der Finanzbetrüger Florian Homm wird nach Medieninformationen an die USA ausgliefert. Das hat ein italienisches Berufungsgericht entschieden. Der schwer erkrankte Deutsche war im März 2013 in Florenz festgenommen worden.

Florian Homm einer der skrupellosesten Finanzbetrüger Deutschlands wird nach einem Bericht von "stern.de" an die USA ausgeliefert. Bekannt wurde Homm als schillernder Hedgefonds-Investor, aber auch als Retter des Fußballvereins Borussia Dortmund. Seit 2007 war er auf der Flucht, angeblich mit 150 Millionen Euro im Gepäck. Für Jahre verschwand Homm von der Bildfläche. Gläubiger setzen ein Kopfgeld von 1,5 Millionen Euro auf den ehemaligen Hedge-Fonds-Manager aus. Im März 2013 wurde er schließlich in Florenz, Italien, verhaftet.
Zitat Ende

Er war maßgeblich an der Zerschlagung des Bremer Vulkan beteiligt.


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RE: ..noch etwas Lektüre zum Vulkan..

#4 von Lola2 , 31.07.2015 08:01

in der heutigen Ausgabe des Weser Kurier v. 31.7.2015 konnt man wieder anläßlich des 70.Geburtstages des Weser Kurier am 19.Sep.2015

die 1.Seite der Ausgabe des WK v. 7.November 1995 finden.

Dort hat ein kleiner Artikel meine Aufmerksamkeit erregt. Es geht um die Aktie des Bremer Vulkan.

Zitat
Vulkan-Aktie bricht wieder ein
Bremen (eb) Die Aktie der Bremer Vulkan Verbund AG hat erneut erheblich an Wert eingebüßt.
An der Bremer Börse rutschte das seit Wochen labile Papier von 45 auf 39,50 j 50-Mark-Akti. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitznde Frank Teichmüller
forderte, spätestens bis zum 15.November für Klarheit im Konzern zu sorgen.

Wirtschaft Seite 7

Zitat Ende

Zum Vulkan findet man auch hier Infos:
Kater Max und der Bremer Vulkan

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"Vor 20 Jahren: Vulkan Werft muss schliessen"

#5 von Lola3 , 15.08.2017 22:42

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1635968.html

...ein eher trauriger Jahrestag, aber manchmal kann man Situationen und Begebenheiten erst nach einer langen Zeitspanne viel besser ordnen......

Zitat
Mehr als 2000 Bremer verloren ihre Jobs
Vor 20 Jahren: Vulkan-Werft muss schließen
Helmut Reuter und Lisa Boekhoff 14.08.2017 7 Kommentare

Am 15. August 1997 endete ein Stück Bremer Geschichte: Die Vulkan-Werft musste schließen. Allein in Bremen verloren über 2000 Menschen ihre Jobs. Eine Geschichte von Größenwahn und Machtbesessenheit.

Tränen, Trauer und Verzweiflung: Für die Arbeiter der Bremer Vulkan-Werft war der 15. August 1997 ein pechschwarzer Tag. Fünf Minuten nach 12 Uhr endete für die noch verbliebenen gut 300 Vulkanesen die allerletzte Schicht. Die Helme landeten demonstrativ im Mülleimer. Das letzte Schiff war abgeliefert und mit ihm die Hoffnung gestorben. „Es kommt mir vor wie eine Exekution“, sagte damals ein völlig desillusionierter Werftarbeiter in die Kameras. Über 100 Jahre Firmen- und Schiffbaugeschichte gingen im Bremer Norden zu Ende.

Zitat Ende

..................................

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1376535.html

Zitat
Interview mit Scherf und Wedemeier
Zwei Bürgermeister, eine Werft
Volker Kölling 14.05.2016 0 Kommentare

Die Vulkan-Werft gehörte einst zu Bremen wie Werder. Klaus Wedemeier und Henning Scherf sprechen im Interview mit dem WESER-KURIER über die dramatischen letzten Jahre des Unternehmens.
Zitat Ende

https://de.wikipedia.org/wiki/Bremer_Vulkan
Zitat
1980er Jahre

Anfang der 1980er Jahre wurde Bremen endgültig von der Werftenkrise erfasst, es fehlten Aufträge für die beiden Großwerften AG Weser und Bremer Vulkan, und die Verluste nahmen zu. Die angestrebte engere Zusammenarbeit norddeutscher Werften scheiterte hauptsächlich am Konkurrenzdenken, eine Fusion der beiden Bremer Großwerften scheiterte ebenfalls.

Diese Jahre sind durch Fusionen des BV mit anderen Werften gekennzeichnet:

1979 erfolgte die Übernahme der Neuen Jadewerft in Wilhelmshaven (Reparatur- und Wartungsarbeiten, kleinere Schiffe, Schlepper)h
1984 entstand durch Vereinigung mit der Lloyd-Werft in Bremerhaven der Bremer Werftenverbund
1985 wurde die Aktienmehrheit der Schichau Unterweser AG Bremerhaven übernommen
1987 erfolgte der Erwerb von fast 90 % des Stammkapitals der Seebeckwerft Bremerhaven


1988 wurde der gelernte Apotheker und damalige Bremer Senatsdirektor im Wirtschaftsressort Friedrich Hennemann als Nachfolger von Dr. Norbert Henke der neue Vulkan-Chef. Er hatte die Vision, den mit Schlagseite dahindümpelnden Schiffbau zu retten und durch Diversifizierung einen weltumspannenden maritimen Technologie-Konzern aufzubauen.

Während die Anfang der 1980er Jahre in fünf verschiedenen Größen angebotenen Mehrzweck-Containerschiffe des CMPC-Bauprogramms (Container Multi Purpose Carrier) nur in wenigen Einheiten geordert wurden, waren die ab 1986 gebauten Schiffstypen der Typen Econprogress BV 1000 bis Econprogress BV 16/1800, von denen der Vulkan bis 1995 30 Einheiten abliefern konnte, zahlenmäßig ein großer Erfolg.


1990er Jahre
Kran der Bremer Vulkan AG

In den folgenden Jahren wurden Firmen eingekauft. Die Konzern-Palette wurde um Elektronik und eine Dienstleistungssparte erweitert. Allerdings waren viele Einkäufe Sanierungsfälle. Kontrollen waren nicht zu befürchten, denn das strukturschwache Land Bremen war der größte Anteilseigner der Vulkan AG und der Bremer Senat scheute sich, gegen die Geschäftsführung des wichtigsten Arbeitgebers in der Hansestadt vorzugehen.

1992 übernahm der BV mit den Werften in Wismar und Stralsund sowie dem Dieselmotorenwerk Rostock fast die gesamte ostdeutsche Werftindustrie. In diesem Zusammenhang erfolgte der Rücktritt des Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern Alfred Gomolka. Er wollte die Abtretung des ostdeutschen Schiffbaukombinats an die Vulkan AG verhindern und wurde daraufhin von der CDU-Landes- und Bundesregierung gestürzt.

Die starke Expansion machte 1992 die Gründung einer Holdinggesellschaft erforderlich. 1994 bestand Bremer Vulkan Verbund AG als Holdinggesellschaft aus den Bereichen:

Schiffbau mit 43,3 % des Verbund-Gesamtumsatzes von 6,0 Mrd. DM im Jahr 1994
Elektronik und Systemtechnik mit 29,3 %
Anlagen und Maschinenbau mit 16,4 %
Beteiligungen mit 11,0 %

Der Schiffbau selbst umfasste zu dieser Zeit die Werften:

Volkswerft Stralsund
MTW Schiffswerft Wismar
Bremer Vulkan Werft, Bremer Marineschiffbau und Vulkan Schiffbau Verbund in Bremen-Vegesack
Schichau Seebeckwerft, Bremerhaven
Lloyd Werft, Bremerhaven
Flender-Werke, Lübeck
Neue Jadewerft, Wilhelmshaven
Neptun Werft, Rostock

Ferner gehörten zum Bremer Vulkan

Kranbau Eberswalde

Insgesamt waren 1995 im Verbund nahezu 22.500 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 10.700 direkt im Schiffbau.

Im September 1995 werden erste Berichte über Liquiditätsprobleme des BV veröffentlicht. Betriebsräte der ostdeutschen Werften erheben erstmals den Vorwurf, 850 Mio. DM EU-Fördermittel für die Ostwerften in die westdeutschen Betriebe zweckentfremdend umgeleitet zu haben. Der Aktienkurs der Vulkan AG brach um 20 Prozent ein und erholte sich nicht mehr. Ein Jahr später trat Friedrich Hennemann als Vorstandsvorsitzender zurück, mehrere Monate war der Konzern dadurch führungslos.


1988 wurde der gelernte Apotheker und damalige Bremer Senatsdirektor im Wirtschaftsressort Friedrich Hennemann als Nachfolger von Dr. Norbert Henke der neue Vulkan-Chef. Er hatte die Vision, den mit Schlagseite dahindümpelnden Schiffbau zu retten und durch Diversifizierung einen weltumspannenden maritimen Technologie-Konzern aufzubauen.

Während die Anfang der 1980er Jahre in fünf verschiedenen Größen angebotenen Mehrzweck-Containerschiffe des CMPC-Bauprogramms (Container Multi Purpose Carrier) nur in wenigen Einheiten geordert wurden, waren die ab 1986 gebauten Schiffstypen der Typen Econprogress BV 1000 bis Econprogress BV 16/1800, von denen der Vulkan bis 1995 30 Einheiten abliefern konnte, zahlenmäßig ein großer Erfolg.
Zitat Ende

Konkurs
Im Februar 1996 stellte der kurzzeitige neue Vorstandsvorsitzende Udo Wagner beim Amtsgericht Bremen einen Vergleichsantrag, um einer möglichen Konkursverschleppung zu begegnen. Konkursverwalter wurden der in Bremen bereits bekannte Jobst Wellensiek und Wolfgang van Betteray in Bremerhaven. Die ostdeutschen Werften aus dem ehemaligen Kombinat Schiffbau wurden aus dem Verbund ausgegliedert, waren also nicht betroffen, ebenso die Lübecker und die Wilhelmshavener Werft. Für die Lloyd Werft Bremerhaven bestanden wegen einer stabilen Auftragslage ebenfalls gute Überlebenschancen.

Ein zunächst angestrebter Vergleich für die übrigen Betriebe scheiterte mangels Masse an der erforderlichen Mindestquote von 35 Prozent, ebenso scheiterte ein angestrebter Neuanfang mit einem Verbund der an der Weser angesiedelten Werften. Die BV-Belegschaft wurde von der Beschäftigungsgesellschaft Mypegasus übernommen.

Zitat Ende

Kater Max und der Bremer Vulkan


http://www.laufpass.com/nachrichten/arti...enstandort.html

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