Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Ganz schön vermessen

#1 von fight4yrights , 04.09.2013 18:49

Ein heutiger Artikel im BLV:
Nachdem ein Bericht über "nach Öl-riechende Abluft aus einem Rohr auf der grünen Wiese" erschien, hat sich jetzt die BW entschlossen, das Rohr einzuzäunen. Dem Betroffenen wird mit Anzeige wegen Landfriedensbruch gedroht, und der MAD erhält das Ergebniss der Vermessung, damit ein Zaun (Hochsicherheitszaun???) um das Entlüftungsrohr gebaut werden kann.
Leider kann ich den Artikel nicht verlinken. Vielleicht bekommt das jemand anderes hin.
Ich spare mir an dieser Stelle jegliche Bewertung dieses Vorgehens.
LG
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(Der Artikel lässt sich aktuell für eine Woche und später über die blau markierten Wörter abrufen. Der Administrator)


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RE: Ganz schön vermessen

#2 von Lola , 04.09.2013 19:09

...da kann man auch nichts mehr zu sagen, außer ob sie inzwischen den Kohlefilter eingebaut haben??


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RE: Ganz schön vermessen

#3 von fight4yrights , 04.09.2013 20:16

Ganz schön vermessen

Nach Rohrbericht im BLV: Bundeswehr lässt Gelände in Farge umzäunen

Dieses Gelände, auf dem sich das Schwanenhalsrohr befindet, soll komplett eingezäunt werden.FOTO: RDR
Farge – (RDR) Als es vor wenigen Tagen im Pötjerweg 24 klingelte, war Bewohnerin Susann Leber einigermaßen überrascht. Ihr gegenüber stand ein Mann vom Katas-teramt und habe ihr erklärt, auf das Grundstück zu müssen, um selbiges vermessen zu können. Außerdem, so sei ihr angekündigt worden, würden am darauffolgenden Tag noch Herrschaften der Bundeswehr vorbeischauen und ihr „was zum Unterschreiben“ geben, berichtet Susann Leber.
Und tatsächlich, wie angekündigt um 10 Uhr, standen neben dem Vermesser zwei Mitarbeiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ), also der Ortsbehörde der Territorialen Wehrverwaltung der Bundeswehr, vor der Tür.
Fotografieren lassen wollten sich beide nicht, offizielle Aussagen gab es auch keine. Susann Leber und Ehemann Henning erfuhren lediglich, dass das unbebaute Nebengrundstück, das bislang von ihrem Grundstück aus frei zu betreten war, abgezäunt wird. Für diese Maßnahme nennt der Mitarbeiter des BwDLZ als Grund die Berichterstattung, denn das BLV hatte im Juli unter dem Titel „Gestank der Marke Altöl“ über das Schwanenhalsrohr auf der Freifläche berichtet. Dazu war ein Foto mit Abbildung von zwei Händen vor dem Rohr erschienen (kleines Bild).
Die Bürgerinitiative zur Erhaltung des Wasserschutzgebietes Blumenthal und Aufklärung der Verseuchung von Grund, Wasser und Boden durch das Tanklager Farge hatte damals Anzeige wegen der wahrgenommenen Benzin-Gerüche erstattet. Das wiederum rief offenbar die Bundeswehr auf den Plan, denn beim Gelände mit dem Schwanenhalsrohr handelt es sich militärischen Bereich. Das Foto mit den Händen vor der Rohröffnung war offenbar Anlass genug, Anzeige von Seiten der Bundeswehr wegen Landfriedensbruch zu stellen. Nun wird die Grundstückgrenze genau ermittelt und es soll ein Zaun gebaut werden, der das Grundstück vom Gelände der Familie Leber abtrennt. „Ich finde es sehr erstaunlich, dass das Geld für einen Zaun so schnell da ist, aber der Aktivkohlefilter für das Rohr, der versprochen wurde, immer noch nicht eingebaut wurde“, sagt Henning Leber. Der Ingenieur weiß zwar, dass seine „Besucher“ nur ihren Job machen, aber die Art und Weise wie er und seine Frau davon in Kenntnis gesetzt wurden, irritierte ihn dann schon sehr. Ob er und seine Frau Mitspracherecht haben werden, wenn es um die Art des Zauns geht, der gebaut werden soll, weiß er nicht. Dabei sei doch ein Unterschied, ob die Absperrung zwei Meter hoch oder eben weitaus niedriger sei.
Das Ergebnis der Vermessung soll nach Hannover an das Amt für den Militärischen Abschirmdienst geleitet werden, bevor der Auftrag für die Zaunerrichtung erfolgt. Der geht dann wiederum an das Bauamt Bremen-Nord, das für die Umsetzung verantwortlich sein wird.


(Dieses Posting umfasst den Artikel "Ganz schön vermessen" von Frau Drieling aus dem BLV vom 4.9.2013. Der Administrator)


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RE: Ganz schön vermessen

#4 von Gastprediger ( Gast ) , 07.09.2013 09:21

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Mahatma Gandhi
Die BI Tanklager ist auf einem „guten Weg“ und wird schon jetzt ein Fall für deutsche Geheimdienste.
Die Überwachung aller Bürger ist das Ziel!

Weserkurier heute: http://www.weser-kurier.de/bremen/wirtsc...rid,656023.html

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,655802.html
Auch dieses Forum ist längst Ziel der „Schlapphüte“!

Gastprediger

Schlapphüte

#5 von Reinhard , 07.09.2013 10:27

Da dürften die "Schlapphüte" leichtes Spiel haben, da hier im Forum nichts verschlüsselt ist.

Mehr Probleme wird es ihnen bereiten, wenn sie ihr Ansehen unter ihren Kollegen zurückgewinnen wollen, nachdem auf einem Bundeswehrgelände Zivilisten ungestört mit einer Leiter Beobachtungen machen konnten. Das sorgt nicht gerade für Bewunderung bei den ausländischen und konkurrierenden deutschen Diensten. Man kann dort eher Lacherfolge erwarten.

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#6 von Lola , 27.09.2013 08:02

http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...rid,672171.html

Zitat
Chemische Reaktion durch ausgelaufene Flüssigkeit aus Paket / 32 Personen zur Untersuchung im Krankenhaus - 27.09.2013
Großeinsatz bei Post nach giftigen Dämpfen
Von Ralf Michel

Bremen. Eine ausgelaufene Flüssigkeit aus einem Paket in der Post an der Domsheide sorgte gestern für einen Großeinsatz der Rettungskräfte. Beim Versuch einer Reinigungskraft, die Flüssigkeit zu beseitigen, hatten sich giftige Dämpfe entwickelt. Betroffen von dem Unfall war auch eine benachbarte Schule. 32 Kinder und Erwachsene mussten zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden.
Zitat Ende

Der Beitrag endet wie folgt:
Formaldehyd
n Formaldehyd oder auch Methanol ist eine giftige chemische Verbindung. Als organischer Grundstoff der chemischen Industrie dient Formaldehyd unter anderem zur Herstellung von Kunststoffen, Farben oder auch Arzneien. Traurige Berühmtheit erlangte Formaldehyd im Zusammenhang mit gepanschtem Billigalkohol.
Zitat Ende

Ein wirklich vorbildlicher Einsatz zum Schutz der Bevölkerung in Bremen-Mitte.

Wo bleibt der Einsatz der Politik für Farge und Rönnebeck?

Brütet die Bundeswehr noch über die Formulierung der Anzeige gegen die Bürger die sich überzeugen wollten ob es sich um ein Ent-oder Belüftungsrohr aus dem Revisionsschacht der Pipeline handelt?

Ach ja, auf der Pipeline-Trasse befindet sich übrigens der Kindergarten Farge-Rekum?

Ob man den Aktiv-Kohlefilter inzwischen eingebaut hat?
Aber vielleicht installiert man ja auch zunächst mal Überwachungskameras, damit es die "Schlapphüte" mit der Beobachtung einfacher haben, ob wieder ein Zivilist auf militärischem Gebiet prüfen will, ob hier weiter ohne Kohlefilter entlüftet wird.

Es ist eindeutig an der Zeit, dass hier politisch eine Regelung geschaffen wird!
Die Wahl ist vorbei und nun kann jeder verantwortliche Politiker sich diesem unangenehmen Thema widmen und braucht keinen Stimmenverlust zu fürchten, denn bis zur nächsten Bundestagswahl sind es noch vier Jahre!

Warum sind an dem Revisionsschacht, der im übrigen von einem hohen Zaun umgeben ist, Schilder mit der Aufschrift angebracht "Explosionsgefahr"?

Die Verantwortlichen wissen offenbar, dass von diesem Schacht eine Gefahr ausgeht, hätte man sonst Warnschilder angebracht?


Das ist die akute Bedrohung! Was aber ist mit der latenten Bedrohung, die von den Dämpfen ausgeht?

In Bremen war es nur ein beschädigtes Postpaket mit Formaldehyd, was diesen Großeinsatz ausgelöst hat.....

.. den Satz kann jeder für sich selbst weiter führen.


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"Bürger richten sich auf einen langen Kampf ein"

#7 von Lola , 04.10.2013 08:15

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,676402.html
Zitat
Initiative Tanklager Farge fordert Versiegelung von Brunnen / Umweltsenator kommt zur Beiratssitzung - 04.10.2013
Bürger richten sich auf langen Kampf ein
Von Volker Kölling

Farge. Die Tanklager-Initiative lässt nicht nach. Beim monatlichen Treffen haben die Bürger ein Behördengutachten bewerten lassen und kommen zu dem Schluss: Die Umweltbehörde sollte einige Gartenbrunnen in den Straßen Am Depot und Am Schützenplatz versiegeln lassen.
Zitat Ende

Henning Leber, Heidrun Pörtner und Olaf Rehnisch haben den ca. 70 Bürgern sehr anschaulich und gut verständlich einen Bericht über das Umweltdesaster, ausgehend vom Tanklager Farge, vermittelt. In mühevoller Kleinarbeit mußten sie sich durch das Gutachten der Firma HPC durcharbeiten, weil ihnen bis heute ein wichtiger Teil des Gutachtens vom Umweltamt nicht zugänglich gemacht wird.

Es war ein sehr interessiertes Publikum und es kamen sachliche Fragen, die auch wiederum aus dem Publikum gleich vor Ort beantwortet werden konnten, z.B. von Professor Dr. Chantelau und Herrn Constantin, zum Thema Krebsanalyse.

Die drei Moderatoren haben eine gelungene, informative Präsentation gemacht, bei der auch eine Portion Charme nicht fehlte.

"Das Tanklager ist sicher.
Das Grundwasser ist sicher.
Und die Erde ist eine Scheibe"
...
..das steht auf den T-Shirts zusammen mit dem Logo der BI.


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RE: "Bürger richten sich auf einen langen Kampf ein"

#8 von Lola , 05.10.2013 08:41

..eines sollte nicht unerwähnt bleiben...!

Die beiden Ingenieure Henning Leber und Olaf Rehnisch sind bei ihren mühevollen Recherchen im HPC Gutachten, zu der Erkenntnis gekommen, dass die Umweltschäden bereits vor 46 Jahren festgestellt wurden.

Ich habe ihre Ausführungen so verstanden, dass man keinen Anlass zur Sanierung sah.

Vielleicht wollte man sich wohl auch die Kosten sparen und hat statt dessen abgewartet bis zur nächsten Prüfung.

Interessant wäre hierzu ein Bericht der Staatsanwaltschaft über den Stand der Ermittlungen.


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RE: "Bürger richten sich auf einen langen Kampf ein"

#9 von Lola , 05.10.2013 14:03

... zum Gutachten noch ein würde mich noch folgendes interessieren:

Wer hatte eigentlich Zugang zu den Gutachten?

Warum haben die Verantwortlichen keine Sanierung in Auftrag gegeben, oder warum wurde keine Sanierung gefordert?

Warum wurde überhaupt ein Gutachten in Auftrag gegeben? Hat es Störfälle gegeben und wenn ja, wann hat es die gegeben?

Wenn alles in Ordnung war und es hat keine Störfälle gegeben, wozu gibt man dann ein Gutachten in Auftrag?


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RE: "Bürger richten sich auf einen langen Kampf ein"

#10 von Lola , 06.10.2013 09:23

http://tanklagerfarge.wordpress.com/comm...-1/#comment-300

Fehler sind menschlich.
Ich denke mal auch Journalisten sind Menschen, oder?
Wenn die Zeitung eine Richtigstellung einstellt, werde ich sie bestimmt auch lesen und dann stelle ich sie hier ein.
Es geht dabei um diesen Bericht: http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,676402.html


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RE: "Bürger richten sich auf einen langen Kampf ein"

#11 von Lola , 06.10.2013 11:06

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13500468.html
..etwas Lektüre über Herrn Konstanty.

Leider habe ich den Namen von Herrn Konstanty in meinem Beitrag vom 4.Okt.,2013 falsch geschrieben.
Ich bitte um Entschuldigung.


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RE: "Bürger richten sich auf einen langen Kampf ein"

#12 von Lola , 07.10.2013 14:04

Zum Beitrag Nr. 7---

“Das Tanklager ist sicher.
Das Trinkwasser ist sicher.
Und die Erde ist eine Scheibe”

so und nicht anders steht es auf den T-shirts der Bürgerinitiative.


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Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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