Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: Blumenthal und der Antiziganismus

#46 von Lola1 , 04.09.2014 22:40

George-Albrecht-Straße in Blumenthal - 09.04.2013
Pfändungsaktion in Wohnblock
By Jürgen Theiner

Blumenthal. Law enforcement officials from the tax office Bremen-Nord is Tuesday enforced numerous attachment orders in a block of flats at George-Albrecht-Strasse.

In the large-scale action resistance has been feared. Therefore, the bailiffs were accompanied by several police officers.

They were also supported by strong police forces, because acts of resistance were feared. During several hours of action, however, all was quiet. Residents of the facility, primarily Sinti and Roma, have criticized the massive police presence.

It had some accumulated in the filing cabinets of the Tax Office Bremen-Nord: tax debt, unpaid fines or fees, unpaid court costs - a whole bunch of claims by public bodies against 30 residents of the Condominium. Collect this money or alternatively to seize valuables, was the target of yesterday's official act.

Just before 9 clock rolled several vans of riot police. About 30 uniformed forces were now ready to give the five law enforcement officers of the Tax Office the backing to which the Authority had asked in advance of the action.
.....................
Leider funktioniert bei mir der Link mit dem Original Artikel des Weser Kurier Nord nicht. Die englische Online-Ausgabe kann sich jeder selbst übersetzen oder ein Übersetzungsprogramm zu Hilfe nehmen.


(Die deutsche Fassung des Artikels kann man hier aufrufen: http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,542665.html (Der Administrator))

Ich erinnere mich auch daran, dass ich in der Presse gelesen habe, dass die Briefumschläge wegen mangelnder Sprachkenntnisse nicht einmal geöffnet worden sind.

http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d...brecht-str.html
Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen einmal an die Geschichte der George-Albrecht-Stgraße erinnern und dass dortigen Wohnblocks von der Öffentlichkeit unbemerkt, einige Male den Besitzer gewechselt haben. Wie es so mit Brennpunktwohngebieten ist, bei denen das Sozialamt die Miete zahlt.
Es kümmert sich weder die Sozialbehörde darum wie der Zustand der Wohnungen ist, für die sie Monat für Monat die Miete zahlt , noch die Wohnungsbaugesellschaft. Warum sollte sie, denn das Geld kommt ja pünktlich. Spekulanten und Hedgefunds interessiert nur der Profit und sonst überhaupt nichts.

http://www.stern.de/panorama/2-integrati...-da-659816.html
Dumpfe Gedanken
""Es ist die Hölle, wenn so viele Ausländer auf einem Haufen leben", sagt Ali* an diesem Freitagmittag im Kulturver- ein. Er ist der sechste Sohn einer 14-köpfigen Familie aus dem Libanon. "Wir wollen ja selbst nicht, dass unsere Kinder in diesem Kanakenviertel aufwachsen. Zu viel Müll. Zu viel Kriminalität. Die Deutschen müssen die Ausländer auf alle Stadtteile verteilen. Sonst kannst du es vergessen."

Der junge Mann hat es auf den Punkt gebracht.


Es sind "hausgemachte " Probleme der Bremer Behörden.
Außerdem ist es schon fast als "irre" zu bezeichnen, dass es seit 2004 bereits einen runden Tisch gibt der sich um gerade diese Probleme kümmern wollte. Seit 2013 gibt es eine Quartiersmanagerin, die endlich in diesem Monat, im Jahr 2014 einen Quartierstreff einrichten konnte.
Es gibt einige Stiftungen die speziell auf Bildung der Sinti und Roma ausgerichtet sind, leider hat man in HB nie davon Gebrauch gemacht.

Mit Sprachkursen und Sprachförderung über entsprechende Stiftungen wäre ein solches Desaster wie am 9.4.2013 passiert ist, nie aufgetreten.
Außerdem bei entsprechender Bildung die man den Menschen schon im Jahr 2004 hätte nahe b ringen müssen, hätten Eltern und Kinder ganz andere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in Sachen Integration und Bildung wäre ihnen und den Sachbearbeitern bei den Behörden, vieles erspart geblieben. Jeder hätte vom anderen etwas lernen können.

So sieht die Zukunft für die jungen Leute, die trotz aller Probleme ein Abitur erlangt haben, eher düster aus.
Sie sind auf der ganzen Linie enttäuscht, wütend und ohnmächtig vor Zorn, denn ihre Anstrengungen haben ihnen leider nichts genützt.

Jetzt liegt die Verantwortung bei den Behörden, zu vermeiden, dass nicht eine ganze Generation "verloren geht".


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"CDU diskutiert Situation der Roma"

#47 von Lola2 , 10.10.2014 15:41

http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...rid,962215.html

Zitat
Bremen - 10.10.2014
CDU diskutiert Situation der Roma

Bremen. Über die Lebenswirklichkeiten ausländischer Roma in Bremerhaven und Bremen diskutiert die CDU-Fraktion am Dienstag, 14. Oktober. Unter dem Titel „Diskriminiert, ausgegrenzt und politisch instrumentalisiert?“ sprechen Experten um 19 Uhr im Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34. Die CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft fordert einen Aktionsplan für Bremen, um Beratungsangebote für ausländische Roma zu schaffen, den Zugang zum deutschen Bildungssystem zu stärken, Selbsthilfestrukturen aufzubauen und einer Diskriminierung entgegenzuwirken. Um Anmeldung für die Veranstaltung wird bis zum 13. Oktober unter Telefon 308 94 48 gebeten.
Zitat Ende

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..politisches Theaterstück von der Landesbühne Nord Wilhelmshaven

#48 von Lola2 , 12.10.2014 08:59

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,963368.html

Zitat
Publikumsgespräch nach Roma-Stück - 12.10.2014
Theater wehrt sich gegen Hetze
Von EPD

Wilhelmshaven. Die Landesbühne-Nord mit Sitz in Wilhelmshaven wehrt sich gegen einen anonymen Briefeschreiber, der sich rassistisch und abfällig über das aktuelle Stück „Deportation Cast – Die an einer Abschiebung Beteiligten“ zur Asylproblematik geäußert hat. Der Brief sei zwar ein Einzelfall, doch habe er noch nie ein solch „infames Schreiben voller Demagogie und Hetze“ erhalten, sagte der Intendant Olaf Strieb. Flüchtlinge seien in dem Brief verunglimpft worden. Er sei unterzeichnet mit „3 Noch-Abonnenten“.

Das Stück beschreibt die dramatische Situation einer gut integrierten Roma-Familie, die nach zehn Jahren aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben wird und in der neuen Umgebung keine Perspektive hat. Dabei kommen sowohl die Familie als auch Freunde aus Deutschland, der Pilot eines Abschiebeflugs und Verwaltungsbeamte zu Wort, erläuterte Regisseurin Eva Lange. Bislang habe sie das Wilhelmshavener Publikum als sehr offen für moderne, experimentelle und politische Stücke erlebt. Das Stück wird am 21. Oktober erneut im Wilhelmshavener Stadttheater aufgeführt. Im Anschluss veranstalte die Landesbühne ab 21.45 Uhr ein Publikumsgespräch, „zu dem wir diese Briefeschreiber ausdrücklich einladen“, sagte Strieb. Auch wer keine Eintrittskarte für den Abend habe, könne an der Diskussion teilnehmen.
Zitat Ende

Das zeigt eigentlich wie wichtig das Thema ist und es ist gut, dass die CDU Bremen dieses Thema aufgenommen hat:
" Über die Lebenswirklichkeiten ausländischer Roma in Bremerhaven und Bremen diskutiert die CDU-Fraktion am Dienstag, 14. Oktober. Unter dem Titel „Diskriminiert, ausgegrenzt und politisch instrumentalisiert?“"

Genauere Angaben, wann und wo kann man dem vorangegangenem Beitrag entnehmen.

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Gibt es auch "Mitgefühl" für Roma?

#49 von Lola2 , 04.01.2015 14:48

http://www.arcor.de/content/aktuell/regi...an,content.html

24. Oktober 2014 17:33
Flüchtlingsrat beklagt Absage an Winterabschiebestopp für den Balkan
Hildesheim (dpa/lni) - Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat die Entscheidung der Landesregierung gegen einen Winterabschiebestopp für Balkan-Flüchtlinge kritisiert. Wegen der desolaten Lebenssituation vieler Menschen auf dem Balkan wäre ein generelles Aussetzen von Abschiebungen im Winter ein humanitärer Akt gewesen, sagte Flüchtlingsrats-Geschäftsführer Kai Weber am Freitag. Viele Minderheiten wie die Roma lebten dort ohne Strom und Wasser in Elendsbaracken am Rande der Großstädte und seien von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Das Innenministerium hatte am Freitag erklärt, dass bei winterlicher Witterung jede Abschiebung in Richtung Balkan im Einzelfall mit höchster Sensibilität geprüft wird.
Flüchtlingsrats-Geschäftsführer Kai Weber. © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Sebastian Kahnert/Archiv
Flüchtlingsrats-Geschäftsführer Kai Weber. © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Sebastian Kahnert/Archiv


http://www.taz.de/Asyl-vor-Ort/!139870/

Zitat
Asyl vor Ort
Bremen ist nicht gegen Roma

Dass Südosteuropa für Roma „sicher“ sei, dem kann der Senat wohl nicht zustimmen. Ein solcher Gesetzentwurf zur Flüchtlingsabwehr steht im Bundesrat an.
BREMEN taz | Etwa 150 Menschen haben am Donnerstag auf dem Marktplatz für ein Bleiberecht für Roma demonstriert. Auch der Bremer Senat wird sich in der nächsten Woche mit der Diskriminierung der Minderheit in Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina beschäftigen.

Der Anlass: Die Bundesregierung plant, die drei Staaten zu „sicheren Herkunftsstaaten“ zu deklarieren, um Asylbewerber aus diesen Ländern schneller abschieben zu können. Das Gesetz bedarf einer Zustimmung der Länder im Bundesrat, wo es nächste Woche auf der Tagesordnung steht. Dem Vernehmen nach wird sich Bremen im Bundesrat enthalten – was dort wie eine Gegenstimme wirkt.
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Das Vorhaben sei „rassistisch“ und „antiziganistisch“ motiviert, sagte gestern eine Rednerin auf der Demo. Tatsächlich sollen Menschen durch das Gesetz abgeschreckt werden, nach Deutschland zu kommen. Begründet wird dies mit steigenden Asylbewerberzahlen und einer geringen Anerkennungsquote für Menschen aus diesen Ländern: In den ersten vier Monaten in 2014 stammte ein Fünftel aller Asyl-Erstanträge von Menschen aus Serbien, Mazedonien oder Bosnien-Herzegowina – 6.682 von 32.949 Anträgen.

Gelten die drei Staaten (neben Ghana und Senegal) als „sicher“, so verkürzt sich das Asylverfahren. Eine individuelle Verfolgung nachzuweisen würde schwerer, Asylanträge als „offensichtlich unbegründet“ gelten. Bei Ablehnung müssten die Asylbewerber innerhalb von einer Woche ausreisen, Fristen für Widersprüche verkürzten sich und hätten keine aufschiebende Wirkung mehr.
Roma: rassistisch verfolgt

Das Verwaltungsgericht Stuttgart urteilte am 25. März 2014, dass Roma in Serbien durchaus verfolgt werden (Az.: A 11 K 5036/13).

Zwei Angehörigen der Roma-Minderheit aus Serbien erkannte das Gericht den Flüchtlingsschutz zu, deren Anträge zuvor vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt worden waren.

Über den Einzelfall hinausweisend heißt es im Urteil: Bei einer Rückkehr nach Serbien hätten die beiden Roma "mit einer Verfolgung zu rechnen" [...], "die an ein asylrelevantes Merkmal, die Rasse, anknüpft".

Roma in Serbien seien, "extrem benachteiligt" und "gezwungen, am Rand der Gesellschaft zu leben". Sie seien Angriffen ausgesetzt, wobei "die staatlichen Organe gegen solche Übergriffe in der Regel keinen Schutz gewähren".

"Entscheidend" aber sei, dass Roma durch den serbischen Staat in ihrem Menschenrecht auf Freizügigkeit beschnitten würden, Bestrafungen nach dem serbischen Meldegesetz "selektiv gegen Roma erfolgen" und ein neuer serbische Paragraph (§350a) sich "speziell gegen Roma richtet und diskriminierend ist".

Das BAMF hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

„Wir haben langsam die Schnauze voll“, sagte ein Roma-Aktivist der Kampagne „alle bleiben“ auf dem Marktplatz. Er berichtete vom rassistischen Alltag und der Kontinuität der Verfolgung der Roma in Europa.
Zitat Ende

http://www.taz.de/!t228/
..mit diesem Link kann man eine Vielzahl von Themen gegen Roma in Europa aufrufen.

http://www.frieden-fragen.de/nationalsoz...s_verfolgt.html

http://www.taz.de/Apartheid-Vorschlag-in-Italien/!148508/
"Apartheid-Vorschlag in Italien
B für die Braven, R für die Roma

Ein linker Bürgermeister fordert Sonderbusse für Roma. Empört ist niemand, denn Roma-Hass ist in Italien in allen Lagern salonfähig."


http://www.taz.de/Geld-statt-Haltung/!151154/
Zitat
Geld statt Haltung
Geschacher um Abschiebungen
HANNOVER taz | Um Abschiebungen ins Ungewisse auch mitten im Winter zu ermöglichen, übt das vom Christdemokraten Thomas de Maizière geführte Bundesinnenministerium offenbar massiven finanziellen Druck auf das Land Niedersachsen aus. „Wir können überhaupt keinen Winter-Abschiebestopp verhängen“, ist aus dem Umfeld von SPD-Landesinnenminister Boris Pistorius zu hören. „Dann müssten wir auf millionenschwere Bundesförderung verzichten.“

Hintergrund ist das Konzept sogenannter „sicherer Drittstaaten“, auf das sich Bund und Länder im September auch mit Unterstützung des von Grünen und SPD regierten Baden-Württemberg geeinigt hatten. Danach gelten etwa Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als frei von politischer Verfolgung – auf den Balkan kann seitdem schnell abgeschoben werden. Im Gegenzug zahlt der Bund den klammen Ländern und ihren Kommunen 2014 und 2015 jeweils 500 Millionen Euro. Niedersachsen soll insgesamt 90 Millionen Euro erhalten.

Aus Angst um Millionen vom Bund will Niedersachsen nicht auf die Ausweisung von Flüchtlingen im Winter verzichten. Das kann dramatische Folgen haben.
http://www.taz.de/Geld-statt-Haltung/!151154/

Es wäre zu begrüßen, wenn sich auch für die Roma "Mitgefühl" bei den Bürgern einstellt und Vorurteile durch Transparenz von politischen Entscheidungen abgebaut würden.


Die Roma werden in vielen Staaten Europas abgelehnt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt, auch in Deutschland.


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zuletzt bearbeitet 04.01.2015 | Top

Deutsche Sinti und Roma leben seit 600 Jahren hier!

#50 von Lola2 , 14.01.2015 18:50

..es gibt in unserer aufgeklärten Gesellschaft immer noch viele Vorurteile.


......vielleicht helfen die Videos sie abzubauen...
https://www.youtube.com/watch?v=H89agvDvd7k

oder
https://www.youtube.com/watch?v=jGBRaAFueTs

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"8.April erinnert an den Welt-Roma-Tag"

#51 von Lola2 , 07.04.2015 08:54

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1095597.html

Zitat
Bijeljina
Millionen Roma leiden immer noch unter Diskriminierung und Armut
Philipp Hedemann 07.04.2015

Ein paar Klamotten und Plastikflaschen, ein Reifen, ein Kanister, ein kaputter Computermonitor, ein bisschen Altmetall. Das ist die Ausbeute. Über acht Stunden hat der zwölfjährige Roma Shaban aus dem bosnischen Bijeljina dafür mit seiner Mutter Mevelida und seinem Vater Ahmo Mülltonnen durchwühlt und sich als „Zigeuner“ beschimpfen lassen. Bis zu 50 000 Roma leben in Bosnien-Herzegowina, in ganz Europa sollen bis zu zwölf Millionen Sinti und Roma zu Hause sein. Am 8. April erinnert der Welt-Roma-Tag daran, dass sie noch immer diskriminiert werden.
......
Nach Schätzungen haben nur ein Prozent der Roma in Bosnien-Herzegowina einen festen Job. „Ich stelle keine Zigeuner ein. Die sind faul, ungebildet, stinken und stehlen“, schreit die Friseurin als Fatima Dzanic sich um einen Praktikumsplatz bewirbt. Mit einer Schauspieltruppe macht die 22-Jährige auf die Diskriminierung aufmerksam, der Roma täglich ausgesetzt sind. Heute ist die Beschimpfung nur Theater, doch fast alle Roma im Publikum haben ähnliche Demütigungen schon erlebt.
.....


Der Beitrag endet wie folgt:
Eine von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Auftrag gegebene Studie kam 2014 zwar zu dem Ergebnis, dass Antiziganismus auch in Deutschland weit verbreitet ist. „Dennoch ist die Lage hier deutlich besser als in den meisten anderen europäischen Ländern“, sagt Herbert Heuss vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma.

Viele bosnische Roma versuchen deshalb, nach Deutschland zu gelangen. Einige fallen dabei auf die Verheißungen von Menschenhändler rein. „Sie versprechen den Frauen Jobs im Haushalt, doch viele landen in der Prostitution“, weiß Aldijana Dedic. Sie fordert die bosnische Regierung daher auf, dem Exodus der Roma mit einer entschiedenen Anti-Diskriminierungspolitik entgegenzutreten. Die Aktivistin: „Wenn Roma hier Arbeit finden könnten, würden sie nicht so leicht Kriminellen auf den Leim gehen.“

Zitat Ende

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"Ein großer Teil der Roma in Rheinhausen gehören einer frommen Pfingstkirche an"

#52 von Lola2 , 27.07.2015 14:47

http://www.kirche-moers.de/zum-downloade...omavortrag.html


Sie können sich den Text von Pfarrer Dieter Herberth über die Volksgruppe der Roma auch als PDF-Dokument herunterladen.

Spätsommer 2013 Duisburg-Rheinhausen

Eine größere Menschenmenge hat sich eingefunden, um eine Gegendemonstration zu besuchen. Eine kaum bekannte rechte Partei ist mit einer Handvoll Begleiter auf kostengünstiger Wahlkampftour durch das Land. Sie hoffen, gemeinsam mit der Gegendemo, in die Nachrichten zu kommen. Versammelt sind auf der Gegendemo Bürger der Stadt – sie wollen beide Gruppen nicht hier haben. Das heißt aber nicht, dass sie für den Anlass der Demo sind – das „Problemhaus In den Peschen“

Neue Nachbarn

Seit einem Jahr wohnen neue Menschen in der ehemaligen Stahl- und Kohlestadt. Eine heruntergekommene Immobilie ist von einer bekannten Rotlichtgröße ersteigert worden und jetzt wohnen Roma im Haus, viele Roma. Sie zahlen über 500€ für eine Zweizimmerwohnung – bar, denn das ist, was der Besitzer sehen will. Mittlerweile sind die Medien aufmerksam geworden. Das Haus ist so etwas wie ein Symbol für die Armutseinwanderung Das Schwierige an der Situation ist, dass beinahe alle Bewohner dem Volk der Roma angehören. Sie sind aus Rumänien ausgewandert, weil ihnen die Lebensgrundlage entzogen wurde. Sie stoßen auf Ablehnung hier – Blicke verfolgen sie in den Läden, auf dem Markt, mittlerweile ist die Stimmung in der Stadt brisant. In den Medien wird Rheinhausen im Zusammenhang mit Slum, Elendsviertel und Kriminalität genannt.

Roma in der Stadt

Das wollen die Bürger nicht hören. Man macht sich Sorgen um die Stadt. Denn die überwiegende Mehrzahl der Rom wohnen gar nicht in Rheinhausen, sondern in anderen Stadtteilen. Kommune, Kirchen, Vereine und engagierte Privatpersonen kümmern sich um die Integration und die Eingewöhnung der Rom, aber das wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. In Gesprächen fallen spätestens im zweiten Satz Vokabeln wie Kriminalität, Diebstahl und Prostitution. Dabei können die Menschen des Hauses am wenigsten dafür. Viele gehören einer frommen Pfingstkirche an, sie leben nach strengen Regeln, rauchen nicht, trinken keinen Alkohol, dürfen nicht tanzen. Die Vorurteile treffen sie deswegen sehr. Aber das kennen sie schon, in Rumänien war es nicht anders, so war es immer, jahrhundertelang.

Wer sind sie?

Um das Jahr 1000 n Chr. verlieren die Roma ihre Heimat im Westen des indischen Subkontinentes. In großer Zahl werden sie von dem Feldherrn Mahmud ben Ghazna verschleppt, leben in seinem Heer, als Sklaven. Einige Jahrzehnte später, als diese Herrschaft untergegangen ist, können sie nicht mehr zurück. Die Wissenschaft streitet über das Warum. Die einen sagen, es gab Versteppungen in der Gegend, weil ein Fluss nach einer Überschwemmung ein anderes Bett gefunden hat, die anderen sagen, es lag daran, dass ihre Dörfer mittlerweile von Fremden bewohnt wurden. Sie folgen nun der Wanderungsbewegung der turkmenischen Seltschuken. Über Kaukasus und Anatolien finden sie den Weg nach Europa. Ab dem 15. Jahrhundert sind sie in Mitteleuropa nachweisbar. Sie wandern bis Spanien, Irland und Skandinavien. Es sind kleine Gruppen, Clans, ein paar Familien, die jeweils unterwegs sind. Sie ernähren sich von dem, was sie finden, von kleinem Handwerk, von Dienstleistungen, als Musiker, mit Abdeckerei – und Arbeiten, die keiner machen will.

Sie stoßen auf Ablehnung – von Anfang an – schließlich ist in Europa jeder Fleck vergeben, bewohnt, verplant. Die ortsansässigen Handwerker sind in Zünften organisiert. Keiner darf mehr rein, keiner darf das funktionierende System gefährden.

Die Roma kommen zu spät

Grafen und Fürsten, Herrscher über das von Kleinstaaterei dominiertem deutsche Reich haben jeweils eigene „Zigeunergesetze“. Die Spannbreite ist groß. Von vogelfrei bis zum Niederlassungsrecht gibt es alles, aber nichts ist von Dauer. Ändert sich die Situation, werden die Gesetze geändert. Dann müssen sie wieder weg, wieder auf Wanderschaft, in einem anderen Kleinstaat Auskommen suchen. Viele Herrscher wollen ihnen „helfen“, Kaiserin Maria Theresia geht so weit, dass sie den Roma die Kinder wegnimmt, sie sollen „richtige“ Menschen werden. Falls die Roma in einem Land bleiben dürfen, nimmt kein Bauer sie als Knecht an, nützlich sind sie aber als Tagelöhner, werden nur gerufen, wenn sie gebraucht werden. Dies ist auf die Dauer kein sicheres Auskommen, denn bei Missernten und Hungersnöten sind sie die ersten, die leiden, die ersten, die gehen müssen.

Die Welt ändert sich, die beginnende Industrialisierung weckt Hoffnung - anderes ist jetzt wichtig. Doch vieles bleibt wie es war. Die Roma dürfen keine Schulen besuchen, deswegen gibt es keine Ausbildungen für sie. So sind die Roma wieder zu spät, können nicht auf den Zug der Industrialisierung aufspringen.

Deswegen wandern sie weiter. Verharren in einer vorindustriellen Lebensweise – fallen schon wieder auf mit ihrer Art. Der einzige Rückhalt ist die Familie, die Sippe, der Clan. Viele Kinder zu haben ist eine Überlebensgarantie. Wenn viele zusammenhalten, findet sich immer einer, der helfen kann. So leben sie mit und neben den sich weiter entwickelnden Sozialstrukturen Europas.

Das 20. Jh.

In der Zeit des dritten Reiches teilen sie das Schicksal der Juden – diese Zeit ist in der Öffentlichkeit am ehesten bekannt. Doch die deutschen Sinti, die größte Volksgruppe der Roma in Deutschland, überstehen als Volk die Vernichtungslager. Erst 2012 wird das Mahnmal für die ermordeten Sinti in Berlin eröffnet. 67 Jahre nach der Befreiung aus den Vernichtungslagern. Nach dem 2. Weltkrieg geht es ihnen besser. Sie dürfen Schulen besuchen, dürfen sich niederlassen, dürfen am Gesellschaftsleben teilnehmen. Deutsche Sinti leben integriert und kaum mehr erkennbar in der Mehrheitsgesellschaft. Selbst ihre Namen verraten sie nicht als die Nachfahren der deutschen Zigeuner. Sie leben als Teil unserer Gesellschaft, erbringen Kulturleistung in Bereichen, die in den Familien schon jahrhundertelang Tradition haben. Einige sind Musiker in den Opernhäusern und Orchestern ganz Europas. Aber auch in Jazz, Schlager und Pop-/Rockmusik gibt es bekannte Namen. Django Reinhardt, Titi Winterstein, Dunja Reiter, Drafi Deutscher, Marianne Rosenberg sind einige der prominenten Sintimusiker. Viele verschwiegen ihre Herkunft, wollen nicht auf dieses Thema eingegrenzt werden, wollen lieber für ihr Können beachtet werden. Armutseinwanderung

Erst seit wenigen Jahren nimmt die deutsche Öffentlichkeit die Einwanderung der Roma wahr, dabei gibt es sie schon lange. Bereits im 19. Jahrhundert wandern Tausende nach Mitteleuropa ein, denn im Zuge der ´48 Revolutionen wird in den Balkanstaaten die Leibeigenschaft aufgehoben. Wer gehen will, darf gehen. Aus dieser Zeit stammen viele Roma, die auch heute noch fremdartige Namen tragen. Diese werden von der Öffentlichkeit auch noch als Roma wahrgenommen.

Die zweite große Wanderungswelle entsteht im Zuge des Zusammenbruches des Sozialismus in den Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes. Eine bizarre Fußnote der Geschichte: In der Zeit des Sozialismus ging es den Roma eigentlich ganz gut. Das sozialistische Menschenbild, das alle Menschen gleich machen will, ebnet auch die Unterschiede zu dem Roma ein. Sie dürfen Schulen besuchen, gehen ganz unterschiedlichen Berufen nach, leben integriert in die Mehrheitsgesellschaft, sie sind aber klar als eigenes Volk zu erkennen. Eigene Sitten, Bräuche und besonders die eigene Kleidungstracht bleibt erhalten. Viele arbeiten auch in den alten traditionellen Berufen als Musiker, Kupferschmiede und Bärenführer. Trotzdem bleiben sehr wohl die Ressentiments der Mehrheitsbevölkerung und der Alltagschauvinismus.

Der Zusammenbruch der Ostwirtschaft wirft mit Millionen anderer auch die Rom in die Arbeitslosigkeit. Steigende Not und Armut trifft sie schwer. Ihre Bindungen an die Wohnorte sind nicht so hoch wie bei der Mehrheitsbevölkerung, sie suchen anderswo ihr Auskommen. Wohnen in Elendsvierteln und Slums, für bessere Wohnungen ist kein Geld da. Der viel zu frühe EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien bringt nun endgültig eine Welle ins Rollen. Nicht nur Deutschland, sondern alle EU Ländern werden aufgesucht, getestet, wo eine mittelfristige Überlebensmöglichkeit besteht. Besonders beliebt sind Spanien, Italien und Frankreich, dort leben Roma ebenfalls schon seit Jahrhunderten.

Mit den Roma wandern auch kriminelle Gruppen, die schon lange Westeuropa als Betätigungsfeld entdeckt haben. Bereits in den neunziger Jahren treten sie als Bankautomaten- und Metalldiebe in Erscheinung. Taschendiebstahl und Hauseinbrüche gehören ebenfalls zu ihren Spezialitäten. Diese kriminellen Taten werden von der deutschen Öffentlichkeit besonders intensiv wahrgenommen, weil sie Privatmenschen betreffen. Ihr wirtschaftlicher Schaden steht allerdings in keinem Verhältnis zu dem sozialen Schaden, der durch z.B. Wirtschafts- und Steuerkriminalität in Deutschland entsteht.

Auch sind diese Banden keineswegs von Roma dominiert, die Medien unterscheiden nicht viel zwischen Rumänen, Bulgaren und Roma. Allerdings werden dem Volk der Roma diese Taten komplett zugeschrieben. Spätestens im zweiten Satz, wenn über ihr Volk diskutiert wird, ist Kriminalität das Thema – und keineswegs nur an Stammtischen.

Viele Völker

Das Volk der Roma ist aufgeteilt in viele Volksgruppen. Sie bewohnen Länder auch über Grenzen hinweg. In Deutschland wohnen meist Angehörige der Sinti, aber es gibt auch Angehörige des Manusch, Gurbet und des Kalderaschstammes. Woher die Namen der Volkgruppen stammen, ist nicht ausreichend erforscht. Oft ist es der Name, den die Mehrheitsbevölkerung den Roma gegeben hat, manchmal bestimmt das Handwerk den Namen wie z.B. bei den Kalderasch - die oft Kupferschmiede sind. Das Volk der Roma hat in den letzten 500 Jahren kein eigenes Land, kein eigenes Territorium bewohnt, sie waren immer eine Minderheit unter anderen Völkern. Die Folge davon ist, dass sich kaum Nationalbewusstsein entwickeln konnte, so wie seit der Zeit der Romantik in Mitteleuropa üblich. Auch Sprache und Kultur wurden immer unter Einfluss der Mehrheitsbevölkerung geprägt. Die Romavölker quer durch Europa unterscheiden sich stark.

Rom heißt Mensch

Die Roma sprechen Romanez oder Romani, eine Sprache, die in unzählige Dialekte aufgespalten ist. Romanez gehört der indoeuropäischen Sprachfamilie an, zu der auch die meisten anderen europäischen Sprachen gehören. Es ist eine Unterform des Indoarischen. Nahe verwandt mit Sanskrit, Hindi und Kaschmiri. Allerdings hat jede Romagruppe viele Wörter der jeweiligen Mehrheitsbevölkerungssprache aufgenommen. Den eigenen Dialekt kann man nur in sehr begrenztem Raum sprechen. Sprachwissenschaftler meinen, dass die Romadialekte gemeinsam nicht mehr als 800 Worte aus dem Indoarischen bewahrt haben. Deswegen kann ein spanischer Gitano mit einem rumänischen Ursar kaum kommunizieren. Interessant ist, dass die deutsche Sprache einige Romawörter eingebaut hat. Kaum einer weiß davon, dass Formulierungen wie Zaster, Kaschemme und „keinen Bock haben“ aus dem Romani der deutschen Sinti entlehnt wurden. Das Wort Bokh heißt „Hunger“.

Religion und Sitten

Für einen Rom ist die Familie, Großfamilie und der Clan das wichtigste. Auf diese Menschen kann man sich verlassen, von hier kommt Hilfe, Unterstützung und Zuneigung. Wenn auch Wohnorte, Länder und Wirtschaftssysteme wechseln, die Familie ist der große Rückhalt. Bei Familienfeiern manifestiert sich der Clan, der Zusammenhalt in der Gruppe. Meist ist der Clan über mehrere Orte oder gar Länder verteilt – zu großen Feiern kommen alle zusammen. Deswegen sind solche Feiern eminent wichtig. Taufe, Trauung und Beerdigung haben einen viel höheren Stellenwert, als in anderen Gesellschaften. Nicht selten werden für Unterbringung und Verköstigung Unsummen ausgegeben.

Meist haben Roma über Jahrhunderte hinweg die Religion der Mehrheitsbevölkerung angenommen. So sind Sinti in Deutschland meist katholisch, Ursari in Rumänien meist orthodox und Arli in Mazedonien meist Muslime.

Seit dem Rückgang der politischen Macht der Kirchen haben sie auch eigene Freikirchen gegründet.

Ein großer Teil der Roma in Rheinhausen gehören einer frommen Pfingstkirche an. Sie feiern am Sonntag Gottesdienst mit viel Musik und Gesang, am Mittwoch ist die Bibelstunde, zu denen Jung und Alt kommen.

Integration oder Assimilation

Ein Vorwurf, der den Roma oft gemacht wird, betrifft mangelnden Willen zur Integration. Dabei ist meist nicht klar, was mit Integration gemeint ist. In den Ländern, in denen die Roma eine mittel- bis langfristige Lebensperspektive haben, leben sie völlig integriert. Damit ist gemeint: das Sprechen der Landessprache, der Schulbesuch der Kinder, ein ehrbarer Broterwerb und das Einhalten der Landesgesetze.

Assimilation ist hingegen die große Angst der Roma. Sie befürchten, erst akzeptiert zu werden, wenn sie ihre eigene Lebenskultur aufgegeben haben. Damit meinen sie: die Kinder vergessen die eigene Sprache, die Jugendlichen kennen die eigene Kultur nicht mehr, sie gehen sang- und klanglos in der Mehrheitsbevölkerung auf. Für einige Roma ist dies auch erstrebenswert, weil sie dann nicht mehr auf ihre Herkunft angesprochen werden. Für die meisten Eltern ist es jedoch die Sorge, darüber die Kinder zu „verlieren“.

Brauchen sie Hilfe?!

Die Situation in Rheinhausen ist verfahren. Mehrere Organisationen und auch einige engagierte Privatpersonen sind in und um das Haus anzutreffen. Das ist auch gut so. Es wird jetzt für den Schulbesuch der Kinder gesorgt, Schulmaterial organisiert, Kunst, Musik und Gesang gefördert. Den Kindern ein Raum gegeben, sich selbst als ein wertvolles Individuum zu erleben.

Aber es gibt auch Schwierigkeiten mit „Helfern“, die eher eigene Interessen vertreten, für die die Hilfe auch Anlass zur Selbstdarstellung ist. Die hohe Medienpräsenz dieses Hauses fördert dieses Verhalten.

Wenn den Roma mit angemessenen Wohnungen, Sprachkursen, Schulen und bei diversen Amtsgängen geholfen wird, ist es schon genug. Schließlich hat dieses Volk in Jahrhunderten gelernt, sich neuen Umgebungen anzupassen, nicht aufzufallen.

„Problemhaus“ im öffentlichen Fokus

Der Medienfokus, der sich mittlerweile international auf dieses Gebäude richtet, ist den Menschen sehr unangenehm. Sämtliche deutsche TV-Sender, aber auch internationale Kamerateams, sind regelmäßig auf dem Hofgelände und filmen die Kinder, filmen Wohnungen. Auch die Drohungen von rechtsradikaler Seite, an diesem Haus Fakten zu schaffen, macht den Menschen große Angst. In der Woche vor der Demo gab es einen Polizeizugriff auf Autonome, der gar nicht den Roma galt. Trotzdem haben die Menschen mittlerweile große Angst, in diesem Haus zu leben.

Keine neuen Nachbarn mehr

Dabei existiert die Stadt Rheinhausen nur als Zuwandererstadt. Im 19. Jahrhundert kamen die Polen, um als Bergleute zu arbeiten, im dritten Reich wurde die Krupphütte und das Stahlwerk Rheinhausen massiv mit Arbeitskräften aus dem ganzen Reich versorgt, viele zogen hierher, weil es ein gutes Auskommen gab. Nach dem Krieg kamen dann Italiener, Spanier und Türken. Erst in dieser Konstellation hat sich diese besondere Solidarität unter den Rheinhausern entwickelt, die dann zu den Kundgebungen im Arbeitskampf geführt hat.

Deswegen werden auch die Roma es schaffen. Sobald die öffentliche Wahrnehmung ein anderes Opfer gefunden hat, werden sie in dieser Stadt als integrierte, akzeptierte Bürger leben. So wie alle andern Zuwanderer auch, die nach Rheinhausen zogen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu bieten. Dies ist Kultur in Rheinhausen – das hat Tradition.
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RE: "Ein großer Teil der Roma in Rheinhausen gehören einer frommen Pfingstkirche an"

#53 von Lola2 , 27.07.2015 15:45

http://www.christuskirche-rheinhausen.de...herberth-dieter

Pfarrer Dieter Herberth
ist seit Februar 2001 in der Evangelischen Christuskirchengemeinde Rheinhausen


https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstbewegung

Zitat
Die Pfingstbewegung ist eine weltweite christliche Bewegung, die im Laufe ihres Bestehens zahlreiche Denominationen hervorbrachte und gleichzeitig innerhalb der traditionellen Kirchen und Freikirchen – etwa in Gestalt der sogenannten Charismatischen Bewegung – eine bedeutende Wirksamkeit entfaltete. Für alle Richtungen der Pfingstbewegung hat das Werk des Heiligen Geistes eine zentrale Bedeutung bei Lehre und Glaubenspraxis.[1] In den meisten theologischen Fragen steht die Pfingstbewegung in der Tradition des Evangelikalismus.

Vorläufer der Pfingstbewegung existierten bereits im Europa des 16. und im Amerika des 18. Jahrhunderts. Die heutige Pfingstbewegung geht auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, die von ihr beeinflusste charismatische Bewegung auf den Anfang der 1960er Jahre.
.....

Deutschland

Noch 1906 gelangte die Pfingstbewegung durch Thomas Ball Barratt nach Norwegen und kam von dort 1907 nach Norddeutschland. Der Hamburger Stadtmissionar Emil Meyer hatte anlässlich eines Besuches in Oslo die junge Pfingstgemeinde kennengelernt und bei dieser Gelegenheit zwei mit der Zungenrede begabte Norwegerinnen, Agnes Telle und Dagmar Gregersen, in sein Wirkungsfeld nach Hamburg eingeladen. Bei einer Veranstaltung, in der die beiden Frauen predigten, war der erkrankte Kasseler Evangelist Heinrich Dallmeyer anwesend.[5] Er bat um Fürbitte für sein Leiden und erlebte nach eigenen Aussagen noch am gleichen Abend Heilung und die sogenannte Taufe mit dem Heiligen Geist. Dallmeyer lud die beiden Norwegerinnen nach Kassel ein und machte sie dort mit der Gemeinschaftsbewegung bekannt.

Des Weiteren geht die deutsche Pfingstbewegung auf eine Erweckung in Mülheim an der Ruhr 1905 unter dem Zeltmissionar Jonathan Paul zurück. Wurzeln der Pfingstler waren die Heiligungs- und Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts. Die pietistische Gemeinschaftsbewegung stand der Pfingstbewegung kritisch gegenüber. 1909 warf sie ihr in ihrer Berliner Erklärung vor:


„Die sogen. Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von unten; sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämonen, welche, vom Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder Gottes zu verführen. In vielen Fällen haben sich die sogen. „Geistbegabten” nachträglich als besessen erwiesen.“

In der Folge entwickelte sich die Bewegung in unabhängigen Gemeinden und schloss sich 1913 im Mülheimer Verband zusammen. Die weitere Ausweitung der Pfingstbewegung konnte dadurch jedoch nicht verhindert werden.

Vor und gegen Ende des Zweiten Weltkrieges bildeten sich in Deutschland die Gemeinde der Christen Ecclesia, die unter dem nationalsozialistischen Regime verbotene, nach dem Krieg wiedergegründete Volksmission entschiedener Christen, die Elim-Gemeinden, die Gemeinde Gottes und 1947 die „Arbeitsgemeinschaft der Freien Pfingstgemeinden in Deutschland“, die sich im Jahr 1954 als „Arbeitsgemeinschaft der Christengemeinden in Deutschland“ (ACD e. V.) konstituierte. Die ACD e. V. ist die Vorläuferorganisation des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), in der die Volksmission e. C. (seit 1988)[6] und die Gemeinde der Christen Ecclesia (seit 2000,[7] vollständig seit 2008)[8] als Gemeindebünde Mitglied sind. Seit 1991 gibt es wieder eine stärkere Zusammenarbeit mit der im Pietismus wurzelnden Deutschen Evangelischen Allianz.[9]

Trotz aller Zusammenschlüsse ist die Pfingstbewegung nicht als einheitliche Organisation im Sinne des Staatskirchenrechts zu verstehen. Neben den in den körperschaftlich organisierten Gemeinden der Bewegung gibt es unabhängige Einzelgemeinden, welche vorrangig vereinsrechtlich organisiert sind.

Neue Ortsgemeinden können durch die bewusst geförderte Gründung von Tochtergemeinden oder Abspaltungen entstehen. Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden befürwortet Gemeindegründungen ausdrücklich.[10]
Zitat Ende

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RE: "Ein großer Teil der Roma in Rheinhausen gehören einer frommen Pfingstkirche an"

#54 von Lola2 , 29.07.2015 10:31

..der Beitrag von Pfarrer Dieter Herberth ist sehr interessant und ist mit Sicherheit hilfreich Vorurteile gegenüber Roma abzubauen.

Die Pfingstkirche und ebenso die Christuskirche gehören unter eine Dachorganisation lt.Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Freikirche

In den Räumen der Christuskirche in Rönnebeck durfte sich die BI Tanklager Farge häufig treffen und ich habe mal die sozialen Projekte angeschaut, die von dieser Gemeinde betreut werden. Da wäre z.B. das Projekt "Serve the city" und noch div. andere.

http://www.christusgemeinde-bremen-blumenthal.de/
http://www.gemeindezentrum-arche.de/

Auf der HP findet man Angaben, dass beide Gemeinden engen Kontakt pflegen.

Ich kann mich noch sehr gut an ein Gespräch mit einem Gemeindemitglied der Christuskirche erinnern, wo ich ich zum ersten Mal von dem" Projekt serve the City" gehört habe und davon sehr angetan war und sie bat sich doch einfach mal auf einer Beiratssitzung zu melden und dieses Projekt dort vorzustellen und ob man in Sachen "Fußball" behilflich sein könnte, weil man ein Fußballturnier in einem sog. Brennpunkt ins Leben rufen wollte. Sie hatte es damals gemacht und stieß auf interessierte Kommunalpolitiker und Verwaltung.
Vielleicht hatte die Verwaltung auf Grund dessen, den "zündenden Gedanken zur Erstellung eines Bolzplatz auf der Bahrsplate"? Der dann ja auch umgesetzt wurde.

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"Welcome to Bremen"

#55 von Lola3 , 05.02.2017 15:38

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1544216.html
Zitat
Ein ganz anderes Bremen
Gesa Below 05.02.2017 0 Kommentare

Nein, die Bremer Feuerwehr hat nicht umgerüstet auf andere Automarken und Uniformen. Diese Brandschützer löschen zwar auch in Bremen, allerdings im Bundesstaat Georgia in den USA. Die Namensschwester der Hansestadt ist nicht einmal so groß wie Hemelingen, liegt westlich von Atlanta und hat etwas mehr als 6000 Einwohner.
Zitat Ende

Auf Seite 10 und 11 unter der Überschrift "Welcome to Bremen" erfahren wir etwas mehr über die "kleine Namensschwesterstadt", die vormals Kramer hieß. Lt. Wikipedia bat jedoch der ehemalige deutschstämmige Einwanderer, der in der Nähe ein Weingut hatte, dass man die Stadt in Bremen umbenennen möge, um an die deutsche Stadt Bremen zu erinnern.

"Mit dem Bau der Georgia Pacific Railway wurde Bremen zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt. Viele Textilfirmen siedelten sich an. Heute zeugen nur noch die meist leerstehenden Fabrikgebäude vom einstigen Boom. Alle zwei Wochen gibt es in der Mill Town Music Hall Live-Konzerte. Dann kommt Leben in die Stadt, denn Besucher kommen von weit her um die Veranstaltungen zu erleben. Viele Musiker sind hier schon aufgetreten ; Country-, aber auch Jazzgrößen aus Memphis oder Nashville."
Zitat Ende

..in 2013 wurde in Bremen/Deutschland ein Projekt vorgestellt, das seinen Ursprung in den USA hat und zwar bei den Baptisten. Ein Bild der "First Baptist Church" Bremen/Ga. befindet sich auch in dem heutigen Bericht über Bremen auf Seit 11.
Dieses Projekt ist inzwischen in vielen Ländern zum Einsatz gekommen. Ob es nun aus Georgia kommt, das kann ich nicht sagen aber in dem Gebiet haben sich damals sehr viele Einwanderer aus Deutschland niedergelassen.

Es wird etwas verschenkt und zwar das kostbarste was es überhaupt gibt, die Zeit, von der aber jeder etwas abgeben kann.
Das Projekt: "Serve the City"

Im folgenden Link wird das Projekt vorgestellt: http://www.baptisten-muenchen.de/uploads...4_juni_juli.pdf

Auf jeden Fall ist das eine nette Erkenntnis, das es außer dem Namen noch etwas gibt, was die beiden Städte verbindet.
Vielleicht gibt es ja noch weitere Gemeinsamkeiten mit Bremen/ Norddeutschland, zumal in Bremen/Ga. in der Vergangenheit viele Textilhersteller beheimatet waren.

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"Serve the city" zum Beitrag "Wellcome to Bremen"

#56 von Lola3 , 05.02.2017 16:56

...ich hatte übersehen, dass es schon einen Thread gab in dem dieses Projekt vorgestellt wurde, dazu bitte einfach mal den folgenden Link aufrufen:

Projekt "serve the city"

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"Wellcome to Bremen"

#57 von Lola3 , 06.02.2017 20:39

..nochmal zu Bremen/Ga, das von einem deutschen Einwanderer im Jahr 1883 gegründet wurde und der Ort wurde zunächst nach seinem Gründer benannt, dessen Name "Kramer" lautete.

Dieser Herr Kramer, der ein Weingut besaß, hat aber lt. Weser Kurier später darum gebeten, dass der Ort umbenannt wird nach einer deutschen Stadt, nämlich Bremen. Viele Orte in den USA wurden damals nach ihren Gründern benannt, denn es war ja auch eine Ehre.
In diesem Fall mag es vielleicht die Loyalität zu seiner Heimatstadt gewesen sein?

In Norddeutschland bezeichnete man früher übrigens einen Händler als Kramer.
Es war eine übliche Berufsbezeichnung und der Ort kann ebenso nach der Berufsbezeichnung benannt worden sein.

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RE: "Wellcome to Bremen" Ga./USA Founded 1883

#58 von Lola3 , 08.02.2017 00:53

....die Bremer Woll-Kämmerei (BWK) wurde am 13.April 1883 gegründet.

Die Geschichte der BWK kann man mit folgendem Link aufrufen: http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/2013/02/bwk.html
Zitat

Die Kapital der Blumenthaler Gründungsaktionäre in Höhe von 2,25 Millionen Mark stammte aus bekannten Bremer Familien. Darunter waren J. Hachez aus der Kaufmannsfamilie Hachez und C. Kulenkampff, dessen Familie verwandtschaftlich entfernt mit Ludwig Knoop verbunden war, also dem Bremer Großkaufmann, der durch seine Textilunternehmen zu den erfolgreichsten Unternehmern des 19. Jahrhunderts zählt und in jungen Jahren die maschinelle Baumwoll-Spinnerei und –Weberei sozusagen an ihrer Wiege in Manchester kennengelernt hatte.
Zitat Ende

Tabellarische Chronik der BWK
http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/f...adet46011.shtml

(Im historischen Straßenverzeichnis von Bremen waren im Jahrgang 1860 zwei Personen verzeichnet bei denen die Berufsbezeichnung "Kramer" eingetragen war. Es handelt sich um folgende Personen:
Friedrich Meyer Sögestr.31
Heinrich Meyer Sögestr.4
..leider ist nicht verzeichnet ob die beiden Herren für D.H.Wätjen gearbeitet haben bzw. für Schaer &co, dessen Teilhaber H.D.Wätjen war.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Diedrich_Heinrich_W%C3%A4tjen
"Gründung durch Diedrich Heinrich Wätjen (1821)
Walfangflotte von D. H. Wätjen und Co. um 1840

Diedrich Heinrich Wätjen (1785–1858), ein Bauernsohn aus Ochtmannien bei Vilsen, war ab 1818 Teilhaber der Firma A. Fr. Schaer & Co., die bald als Schaer & Wätjen, ab 1821 als D. H. Wätjen und ab 1829 als D. H. Wätjen und Co. firmierte. Aus dem Beginn mit einem Segelschiff mit 180 Tonnen Last (1821), mit dem er Tabak, Zucker, Kaffee sowie Wein aus Bordeaux importierte, entwickelte er die Reederei im Laufe der Zeit zu einer wichtigen Bremer Segelschiffsreederei. Mit größeren Segelschiffen für die Atlantiküberquerung (420 Tonnen Last) begann er den Amerikahandel, engagierte sich im Westindiendienst und beim Transport der Auswanderer. Er beteiligte sich beim Walfang und an der Eroberung der indischen, indonesischen und australischen Märkte und Fahrtgebiete. 1837 wählte man ihn zum Bremer Senator; mit Weitblick unterstützte er finanziell die Errichtung eines neuen Hafenbeckens in Bremerhaven und den Bau der Eisenbahnlinie Bremen–Hannover. Er ließ sich 1830 in Blumenthal in einem vom Landschaftsgärtner Isaak Altmann gestalteten Park ein Landhaus errichten."

https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Altmann (Landschaftsgärtner)


https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Heinrich_W%C3%A4tjen

https://de.wikipedia.org/wiki/Karitas ( https://de.wikipedia.org/wiki/Caritas )
"Louise Wätjen mit ihren jüngsten Kindern als „Caritas“ von Carl Steinhäuser" (Focke-Museum)

Magdalene Christine Louise Wätjen (1843–1912) ∞ 23. August 1862 Joseph Johannes Arnold Hachez (1828–1901), Kaufmann
So waren Schiffe und Schokolade verbunden
https://de.wikipedia.org/wiki/Hachez




Fortsetzung folgt.... sollte jemand Fehler bemerken, dann würde ich mich über einen Hinweis freuen, damit ich ihn ausbessern kann. Im übrigen war es mir ein Bedürfnis, den Beitrag von Reinhard Landwehr hier einstellen zu können. Herr Landwehr hat seit 2012/2013 bis 2016 die Historie von Blumenthal in einem Blog aufgearbeitet.


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zuletzt bearbeitet 08.02.2017 | Top

" Schiffe - Zucker - Tabak - Wolle -Schokolade"

#59 von Lola3 , 16.02.2017 17:45

http://denkwerk.szwalle.de/fileadmin/use...deutschland.pdf


Eine Projektarbeit aus dem Jahr 2012 der Uni-Bremen

zum Thema

Sklavenhandel in Norddeutschland im
18. Jahrhundert anhand einer Quelle


Sevim Altunkaya
Katharina Happe
Christine Hütter
Kyra Wilhelm

Aus dem Englisch
-
Profil von Frau Haase in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. phil. Sabine Broeck

Zitat
"Familie Wätjen

Familie Wätjen
Text aus Quelle: http://www-user.uni-bremen.de/~bremhist/Waetjen.html

Die Herkunft der Wätjens

Jahrhundertelang hatten die Mitglieder der Familie Wätjen als Bauern in den Orten
südöstlich von Bremen gelebt, nachweislich in Hollen bei Martfeld. Dann hatte ein
Sohn die Tochter eines Bauern namens Brünjes in Ochtmannien in der Grafschaft
Hoya geheiratet und wurde dort Vollmeier, d.h. unabhängiger Bauer.
Dieser Johann Diedrich Heinrich Julius Wätjen gilt als der Stammvater aller späteren
hanseatischen Wätjens.

Zitat Ende

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RE: " Schiffe - Zucker - Tabak - Wolle -Schokolade"

#60 von Lola3 , 16.02.2017 18:29

http://denkwerk.szwalle.de/fileadmin/use...l_in_Bremen.pdf

Zitat
Einleitung

Diese Facharbeit bezieht sich auf die Bremer Anteilnahme am Schokoladenhandel und der
Sklaverei im 19. Jahrhundert, durch die Popularisierung von Kakao Weltweit.
Geschichte des Kakaos

Schokoladenhandel in Bremen | Dario Iv., Joseph O., André S.
Herkunft
Tradition und Bedeutung
Namen
Völker

Wege des Kakaos
Südamerika
Spanien (Europa)
Asien
Afrika
Um nach Europa zu gelangen bzw. die ganze Welt zu erobern, flossen die Kakaobohnen durch viele
Hände. Jedoch ist es uns schwergefallen detailliert herauszufinden wer genau für jene Schritte ver
-antwortlich war, aufgrund von mangelnden Quellen. Laut unseren Forschungsergebnissen waren die
Ureinwohner Amerikas die ersten die mit den Früchten des Kakaobaumes etwas anfangen konnten.
Über Jahre hinweg vererbten sie den nachfolgenden Kulturen ihre Anbautechniken.
Christopher Columbus hatte 1502, durch die Kaperung eines Maya-Schiffes ersten Kontakt zu den
Kakaobohnen. Jedoch ließ er sie über Bord werfen, da man sie als Wertlos betrachtete.
Erst die Konquistadoren unter Pedro de Alvarado und Hernán Cortes brachten 1521 in Erfahrung,
dass die Kakaobohnen von großem Wert seien und sogar unter den Azteken als Zahlungsmittel ver
-
wendet wurden.
Daraufhin veranlassten sie die Plünderung des gesamten Vorrates an Kakaobohnen von den Azteken
und schifften diese in die Heimat Spanien.
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts fuhren die Spanier schon regelmäßig Kakaobohnen aus der heuti
-
gen Karibik und Zentralamerika nach Spanien und Europa ein.
Die Nachfrage nach Kakaobohnen und ihrem Endprodukt – der Schokolade – stieg in ganz Europa.
Länder wie Portugal, Frankreich, Italien und Holland sind nun auf den Geschmack gekommen. Ihre
Adeligen forderten ständigen Nachschub an.
Nun waren die Kakaobohnen fest in Europa angelangt.
Als 1543, die Philippinen von den Spaniern erobert wurden, kam der Kakao ebenfalls in asiatische
Regionen.
Zitat Ende


Auf Seite 15 beginnt die Geschichte von „Hachez Chocolade GmbH und Co. KG“

Auf Seite 17 findet man die Stammtafel der Familie Hachez.

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Roma und Mhallamiye an der George-Albrecht-Straße
" Soziale Brennpunkte im Bremer Norden"

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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