Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Kunst im öffentlichen Raum

#1 von Reinhard , 23.08.2013 16:09

Die im Dunkeln sieht man nicht

Blumenthal hat nicht nur ökologische und soziale Probleme, sondern besitzt auch fast versteckte und vergessene Schätze. Darauf weist ein aktueller Beiratsantrag der Linken hin, der sich mit zwei Plastiken beschäftigt. Konkret geht es dabei um die Skulpturen „Die Lebensalter“ von Andreas Frömberg und „Abel mit der Mundharmonika“ von Marie-Luise Lentz. Beide werden von den zuständigen Blumenthaler Stellen nicht gerade als Kunstwerke besonders geachtet und gepflegt, sondern stehen eher im Abseits, worauf auch ein Blog-Beitrag zum Marktplatz besonders hingewiesen hat.

Hier schlägt der Antrag etwas mehr Pflege und vor allem Plaketten vor, auf denen man sich über den Titel und die Künstlerin bzw. den Künstler informieren kann.

Das sich zweifellos relativ preiswerte Vorschläge, durch die sich beide Kunstwerke für Passanten und Betrachter deutlich aufwerten lassen. Das gilt auch für den Vorschlag, eventuell für die „Lebensalter“ nach einem anderen Standort Ausschau zu halten. Am Rande eines toten Marktplatzes besteht zumindest die Gefahr, dass ein Betrachter hier nur auf das letzte Lebensalter, den Tod, achtet, und dabei die Fülle des Lebens aufgrund seiner Umgebung übersieht. Da könnten eine Plakette mit dem Titel und ein entsprechender Standort sicherlich leichter über die Intentionen des Künstlers und die Phasen des menschlichen Lebens nachdenken lassen.

Mit beiden Kunstwerken könnte vermutlich Blumenthal ohnehin etwas für sein Image auch als kulturfreundlicher Stadtteil tun. Denkbar wäre so beispielsweise ein kleiner Kunstführer, der sich als deutliche Ergänzung der Webseite über Sehenswürdigkeiten realisieren ließe.

Das mag zwar nicht gerade innovativ sein, da auch andere Orte diesen ausgetretenen Weg bereits gegangen sind. Dafür hat dieses Projekt den Vorteil, dass man mit Sicherheit einen Imagegewinn erwarten kann.

Das dürfte hingegen weniger zutreffen, wenn sich ein Ortsamtsleiter als Filmschauspieler versucht, der einen HSV-Fan in einen Werder-Anhänger verwandeln will. Da dabei kaum sachliche oder politische Argumente gefordert sein werden, besteht hier zumindest die Gefahr, dass außenstehende Beobachter von dieser Diskussionsform Rückschlüsse auf das Verwaltungshandeln in Blumenthal etwa in den Beiratssitzungen ziehen.

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RE: Kunst im öffentlichen Raum -"ungepflegte Skulpturen"

#2 von Lola , 24.08.2013 12:19

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,643586.html

Zitat
Linke dokumentieren Missstände - 24.08.2013
Ungepflegte Skulpturen
Von Leo

Bremen-Nord. Die Linken im Beirat Blumenthal haben zwei Anträge für die nächste Beiratssitzung zur Instandhaltung öffentlicher Kunst und Wege vorgelegt. Im ersten Antrag bemängelt die Kommunalpolitikerin Anke Krohne die fehlende Pflege zweier öffentlicher Skulpturen: Die Figuren "Die Lebensalter" von Andreas Frömberg und "Abel mit der Mundharmonika" von Marie-Luise Lentz seien vollgeschmiert oder zugewachsen. Die Linken haben ihrem Antrag Fotos angehängt, sie zeigen Kritzeleien auf der ersten beziehungsweise die zum Teil eingewachsene zweite Skulptur. Außerdem habe "Die Lebensalter" einen ungünstigen, nämlich verdeckten Standort und es gebe hier weder einen Hinweis auf den Künstler, noch auf den Dichter Manfred Hausmann, zu dessen Ehren beide Skulpturen erstellt wurden. Aus diesem Grund fordert die Linken im Beirat in ihrem Antrag "das Blumenthaler Ortsamt auf, sich für beide Skulpturen um eine Reinigung und eventuell auch Hinweistafeln zu kümmern." Ein Standortwechsel von "Die Lebensalter" stellen sie zur Diskussion.
Zitat Ende

..der zweite Antrag wird im Beitrag o.a. Link auch aufgeführt.


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