Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Schweigegeld oder Judaslohn?

#1 von Klueverbaum , 25.07.2013 01:12

Heute habe ich zum ersten Mal Kohlezüge aus der Nähe gesehen.Über dem Zug mit 11 vollen Waggons stand eine bräunliche Staubfahne,die sich erst nach gefühlten 15 Minuten aufgelöst hatte - vermutlich ist der Kram auf die Erde,auf Häuser,Gärten,Autos,Balkone und Wäsche gerieselt.

Zurück kam nach einiger Zeit eine große pechschwarze Wolke,aus der eine Diesellokomotive mit ebenfalls 11,vermutlich leeren Waggons auftauchte.

Die Belastung für die Anwohner ist offensichtlich stark erhöht,was besonders für Rönnbeck schädlich ist.Denn da kommt die Gefahr nicht nur von oben durch das Quecksilber und Arsen,was das Kraftwerk in die Umwelt verbringt,was vom Himmel fällt,sondern auch von unten durch das verseuchte Grundwasser.

Dass Ortsamtsleiter und Beirat (bis auf wenige Ausnahmen,auch dass muss man erwähnen) keinen Handlungsbedarf sehen und außer einigen wenigen Lippenbekenntnisse von CDU- und SDP-Leuten nichts zu hören ist,ist bekannt.

Aber vielleicht sollte man dazu wissen,dass der Kraftwerksbetreiber GDFSuez der größte Spender für die Bügerstiftung Blumenthal ist Deren Vorstand besteht nur aus Beiratsmitgliedern.Und bei so viel Spendengeld.......


Klueverbaum  
Klueverbaum
Beiträge: 78
Registriert am: 31.01.2013

zuletzt bearbeitet 25.07.2013 | Top

RE: Schweigegeld oder Judaslohn?

#2 von Lola , 25.07.2013 08:25

..ein Unternehmen wie das Kraftwerk in Farge bereitet der Bevölkerung große Probleme durch den wieder eingeführten Transportweg der Kohle per Schiene. Die Menschen entlang der Bahntrasse klagen über Staubentwicklung, Erschütterungen die möglicherweise Schäden an ihren Häusern verursachen und nicht zuletzt die Lärmentwicklung. Die Schadstoffe vom Kraftwerk ausgehend wurden hier schon diskutiert.

Nach meinem Rechtsempfinden sollten Spenden von Unternehmen, die den Bürgern große Beeinträchtigungen im täglichen Leben bereiten, vom Gesetzgeber klar geregelt sein, damit sich z.B. ein Beirat nicht handlungsunfähig macht.

Spenden von Unternehmen an karikative Einrichtungen sind inzwischen sehr wichtig, aber in erster Linie sollte wie in Sachen Kraftwerk Farge, das Geld im Unternehmen bleiben , damit man das Kapital zur Verfügung hat um Transportwege zu wählen, die den Bürgern insgesamt mehr helfen als eine Spende für die Bürgerstiftung.

Vielleicht sollten die Verwalter der Bürgerstiftung darüber diskutieren ob es nicht besser ist das Geld zurückzuschicken und das Unternehmen sollte wieder den Transportweg von der Schiene auf das Schiff verlegen,
damit wäre den Bürgern dann wirklich geholfen.


Lola  
Lola
Beiträge: 1.284
Registriert am: 24.01.2013

zuletzt bearbeitet 25.07.2013 | Top

RE: Schweigegeld oder Judaslohn?

#3 von fight4yrights , 25.07.2013 10:36

Hallo,
guckt doch einmal nach Geesthacht, ein Ort, der durch sein Atomkraftwerk zur vollen Blüte gelangte und dem der "plötzliche Kindstod" droht, wenn der Betreiber des AKWs den Geldhahn schließt.
Hier gilt das Motto: Für unsere Mitarbeiter (Kinder) nur das Beste...oder wie???
LG

fight4yrights  
fight4yrights
Beiträge: 142
Registriert am: 26.01.2013


RE: Schweigegeld oder Judaslohn?

#4 von Lola , 25.07.2013 11:05

http://www.google.de/#output=search&scli...iw=1024&bih=597
Die SPD schreibt:
Zitat
Arbeitsplätze des Kraftwerks sind zu erhalten.

Begründung:
Bisher ist das Kraftwerk Farge über Wasserwege mit Brennstoff versorgt worden. Jetzt sollen Güterzüge den Brennstoff Kohle vom Jade-Weser-Port die Versorgung des Kraftwerks sicherstellen. Das führt zu einer erheblichen Lärmbelastung für die Anwohner an der Fahrstrecke. Für den Transportweg sprechen ausschließlich ökonomische Überlegungen. Der Schutz der Menschen vor Lärm ist nicht hinreichend beachtet worden.
Um die Lärmbelastungen durch die geplante Wiederaufnahme des Güterverkehrs für die Kohleanlieferung zum Kraftwerk Farge und um die zu erwartenden gesundheitsschädlichen Lärm-Immissionen der Eisenbahn zu begegnen, sind geeignete Maßnahmen entlang der Bahnstrecke zu ergreifen.
Weitere notwendige Maßnahmen sind einzuleiten, der aktuelle, bestmögliche Stand der Technik zur Lärmvermeidung für Eisenbahntrassen und an den Lokomotiven und Waggons ist einzuhalten.
Zitat Ende

Was ist mit den Besatzungen der anliefernden Schiffe? Sind das keine Arbeitsplätze die man erhalten muss????
Oder zählen die nicht?
Was ist mit den Reedereien, die auf diese Transporte ebenso angewiesen sind? Zählen die auch nicht?

Für die Bürger sehe ich nun absolut keinen Vorteil.
Die Arbeitsplätze im Kraftwerk haben ja wohl kaum etwas mit dem Transportweg zu tun, oder habe ich hier etwas nicht verstanden?


Lola  
Lola
Beiträge: 1.284
Registriert am: 24.01.2013


RE: Hochwasserschutz?

#5 von Lola , 25.07.2013 15:00

..ist der Hochwasserschutz im Bereich des Kraftwerk Farge auch ein Thema?

Auf dem BWK-Gelände hat man im B-Plan 1288 den Hochwasserschutz berücksichtigt.
Wie sieht es mit der Umschlagskaje auf dem Kraftwerksgelände aus? Entspricht diese den Vorschriften in Bezug auf Hochwasserschutz?


Lola  
Lola
Beiträge: 1.284
Registriert am: 24.01.2013


RE: Hochwasserschutz?

#6 von Lola , 25.07.2013 15:19

https://m.weser-kurier.de/articles/40127...eich-ist-sicher

...da habe ich gerade einen Beitrag gefunden..

Zitat
Eine Herausforderung ist der Hochwasserschutz am Kraftwerk Farge. Geplant ist, die Hochwasserschutzwand im Jahr 2014 um 30 Meter zurückzuversetzen. Dabei müssen die Betriebsabläufe berücksichtigt und eine ideale Schutzlinie gefunden werden. Die Delegation nahm gestern das Werksgelände in Augenschein, bevor sie ihren Weg über den Deich bis zum Bunker Valentin und später nach Rekum fortsetzte. Kontrolliert wird der Zustand der Deiche am rechten Weserufer regelmäßig durch rund 30 Deichgeschworene, die jeweils drei Kilometer überwachen und sofort Bescheid geben, sobald sie Ausspülungen oder Löcher bemerken. Döscher ist überzeugt: "Wir haben ein vorbildliches Sicherheitsniveau und die Deiche können den Sturmfluten der kommenden Saison standhalten."
Zitat Ende

... könnte es sein, dass es sich hierbei um eine Massnahme handelt die sehr viel Geld kostet?

Der normale Hochwasserschutz muss sein......


Lola  
Lola
Beiträge: 1.284
Registriert am: 24.01.2013


...was dem eine seine Eule ist dem anderen seine Nachtigall?

#7 von Lola , 31.07.2013 06:07

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,624912.html
Zitat

Kritik an Egerland-Plänen - 31.07.2013
SPD-Antrag gegen Autotransporte

Rönnebeck (mag). Das Logistikunternehmen Egerland plant, wie berichtet, Fahrzeuge im Gewerbepark Weser-Geest in Neuenkirchen zu parken. Grund: Eine bislang als Abstellplatz genutzte Fläche auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Woll-Kämmerei steht bald nicht mehr zur Verfügung. Blumenthaler Ortspolitiker befürchten durch die Autotransporte eine Einschränkung der Lebensqualität für die Anwohner.

es heißt weiter:
"Es ist zu befürchten, dass die Autotransporte über den kürzesten Weg nach Schwanewede geleitet werden" – eben durch die Rönnebecker, Dillener, Farger und Rekumer Straße. Die Antragsteller schlagen vor, die Autos stattdessen auf der Schiene auf das Gelände des Tanklagers Farge zu transportieren. Das Tanklager verfüge über ausreichende Flächen, sei rundum eingezäunt und sogar bewacht. "Es wäre", so Jutta Riegert, "zudem der kürzeste und wahrscheinlich preiswerteste Weg."
Zitat Ende

..was sagen aber die Anwohner an der Bahntrasse dazu?
..vielleicht sollte man diese Überlegungen auch bei den Kohletransporten anstellen und an die Belastung der vielen Menschen entlang der Bahntrasse denken, oder?


Lola  
Lola
Beiträge: 1.284
Registriert am: 24.01.2013

zuletzt bearbeitet 31.07.2013 | Top

RE: ...was dem eine seine Eule ist dem anderen seine Nachtigall?

#8 von Reinhard , 31.07.2013 09:03

Das sehen offensichtlich andere Bürger ganz ähnlich, auch wenn die Zeitung davon nicht berichtet. So liegt inzwischen ein Bürgerantrag für die kommende Blumenthaler Beiratsitzung zu diesem Thema vor. Er ist mit „Fahrzeugtransporte der Fa. Egerland über Bahnstrecke verhindern" überschrieben und weist auf den maroden Zustand der Bahnstrecke hin, an der es nur unbeschrankte Bahnübergänge gibt.

Die Antragsteller befürchten daher, dass sie und ihre Nachbarn bei einem Transport der Autos über den Schienenweg „keine Ruhe mehr haben“ werden bzw. auch „nur eine Nacht durchschlafen können.“

Daher bitten sie den Beirat, „alles mögliche zu tun, um diese Fahrten zu unterbinden“.

Reinhard  
Reinhard
Beiträge: 1.139
Registriert am: 24.01.2013


RE: ...was dem eine seine Eule ist dem anderen seine Nachtigall?

#9 von Klueverbaum , 07.08.2013 23:29

Irgendwie scheinen jetzt die einzelnen Threads hier etwas durcheinanderzulaufen. Den Antrag der Blumenthaler SPD für ein LKW-Verbot findet man in mindestens drei Threads. Daß er Schwachsinn ist, muß jedem normal Denkenden sofort auffallen, denn an der Strecke liegt ja auch der größte Sponsor der Bürgerstiftung und ein anderer großer Arbeitgeber. Aber für die nächste Beiratssitzung im August gibt es noch einen weiteren genauso durchsichtigen Antrag der SPD.

Leute, es ist Wahlkampf. Nach dem 22. September werden wieder einige Fähnchen anders herum wehen.

Klueverbaum  
Klueverbaum
Beiträge: 78
Registriert am: 31.01.2013


RE: ...was dem eine seine Eule ist dem anderen seine Nachtigall?

#10 von Lola , 08.08.2013 08:53

..ich glaube eher es hängt damit zusammen, dass die Menschen an der Bahntrasse sich dieses Engagement der SPD auch für sich selber wünschen, aber da habe ich bis heute nichts lesen können, dass die SPD einen Antrag gestellt hat, GDF Suez möge die Kohlelieferungen wieder per Schiff bekommen, oder?

Im Tanklager-Thread wurde der SPD-Antrag eingefügt, eben weil man den Vorschlag gemacht hat, dass auf dem Gelände des Tanklagers genügend Platz wäre.....u.s.w.


Lola  
Lola
Beiträge: 1.284
Registriert am: 24.01.2013


   

Kohlekraftwerke und Gesundheitsgefahren
Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen