Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

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Angebliches Wissen und seine Folgen

von Reinhard , 05.06.2014 17:06

Angebliches Wissen und seine Folgen

Endlich liegt auch das genehmigte Protokoll der Beiratssitzung vor, auf der über den Bürgerantrag "Aufklärung der rätselhaften Mess- und Analyseergebnisse am Tanklager Farge" entschieden wurde. Dabei interessiert jetzt vor allem die weiterhin vorgesehene Aufklärung der Rönnebeck-Anomalie, da die beiden ersten Teilfragen inzwischen von der Umweltbehörde bereits beantwortet wurden.

Die Behandlung des Antrags begann mit der nicht näher erläuterten Behauptung des Ortsamtsleiters, “dass man diesen Antrag aufgrund von datenschutzrechtlichen Gründen des Krebsregisters nicht einfach so beschließen könne.“ Damit war ein erster Rahmen für die weitere Diskussion abgesteckt.

Falls sich das Votum gegen einen positiven Beschluss auf eine zu geringe Fallzahl für die angesprochenen Fälle von Non-Hodgkin-Lymphomen und Muliplen Myelomen beziehen sollte, die einer wünschenswerten Anonymität im Wege steht, dürfte der niedrigste erfragte Wert für Rönnebeck im Bereich von 9 bzw. 10 liegen, wenn man die nationale Relation zwischen den beiden Krebserkrankungen zugrunde legt. Das sind Zahlen, die deutlich über einem vom Krebsregister für Farge allein bereits veröffentlichten Wert von nur zwei Fällen liegen.

Auch durch eine Verteilung der 40 Rönnebecker Erkrankugen auf das Gebiet des Ortsteils würden nicht zwangsläufig Geheimhaltungsvorschriften verletzt, da niemand Namen und Adressen gewünscht hat. Es geht schließlich nur um die Frage, ob es räumliche Konzentrationen von Fällen gibt und wenn ja, wo sich diese befinden. Dadurch soll geklärt werden, ob das Tanklager verantwortlich sein kann oder eher eine vergessene Mülldeponie oder noch etwas anderes.

Besonders unverständlich, wenn nicht absurd wird dieses Stoppschild für den Bürgerantrag, wenn später stattdessen ein Forschungsauftrag beschlossen wurde, für den angeblich diese „datenschutzrechtlchen Gründe“ nicht zu gelten scheinen. Sollen hier etwa Wissenschafter eigene Daten erheben, für die sie keinen Datenschutz zusichern müssen? Unter dieser Bedingung wird man wahrscheinlich bis zum Sankt Nimmerleinstag warten müssen, bis man auch nur einige auswertbaren Angaben erhält.

Ohnehin wirft der Beiratsbeschluss über einen Forschungsauftrag, der offenbar unter Zeitdruck gefasst wurde, Fragen auf. Da er von einem CDU-Vertreter gestellt und vom Ortsamtsleiter sogleich unterstützt wurde, dürfte er vorher als Reaktion des Beirats außerhalb der Öffentlichkeit abgesprochen worden sein, sodass man über die Motive nur rätseln kann. Nach dem Protokoll wurde dann einstimmig beschlossen, zu den Krebserkrankungen in Rönnebeck einen „Forschungsauftrag des Beirats“ auszugestalten.

Zu dieser „Ausgestaltung“ machte der Beirat keine besonderen Vorgaben. So bleibt offen, was überhaupt erforscht werden soll, wer den Auftrag erhalten wird, wer die Kosten trägt und nicht zuletzt auch bis wann die "Ausgestaltung" erfolgen soll.

Bei einem Forschungsauftrag ohne eine Forschungsfrage wäre sicherlich einmal ein Berater notwendig gewesen, der nicht nur Wissen vorgibt; denn im Grunde handelt es sich bei diesem Beschluss darum, im Bereich der Forschung jemanden mit einem Einkauf zu beauftragen, ohne ihm gleichzeitig einen Einkaufszettel zu geben, auf dem die gewünschten Waren vermerkt sind. Das macht wirklich keinen professionellen Eindruck!

Vielleicht hätte man nicht unbedingt den Bürgerantrag verschlimmbessern sollen. Dann hätte man eine Antwort des Krebsregisters zur errechneten Rönnebeck-Anomalie erhalten, und interessierte Wissenschaftler hätten vielleicht auf einem bestätigten Leukämiecluster Rönnebeck spannende Fragen für ihre Forschungen entdeckt, wie das auch beim Leukämiecluster Elbmarsch der Fall war.

Nur ist ein solches zweckmßiges Vorgehen vermutlich nicht zu erwarten, wenn ein führender Vertreter der größten Fraktion sich auch dann nicht näher mit der Krebsproblematik beschäftigt, wenn sie trotz des sonst so wachsamen Auges ihres Ortsamtsleiters auf einen mangelhaften Informationsstand in einem ihrer Anträge zur Krebsproblematik vom Gesundheitssenator hingewiesen wurden. Das hat ihn jedoch nicht davon abgehalten, die Einbeziehung von Daten der Jahre 2012 und 2013 zu fordern, obwohl die Meldungen, wie in den Studien des Krebsregisters auch deutlich vermerkt ist, immer mit einer Zeitverzögerung eingehen, sodass in der aktuellen Studie erstmals das Jahr 2010 herangezogen werden konnte.

Dieser Beiratsbeschluss sieht daher wie eine fast unlösbare Aufgabe aus, wenn man an das Beispiel mit dem Einkauf denkt. Ohne Rückfragen ist sie es zweifellos. Aber was soll der Beirat dann antworten?

Man kann daher den Eindruck gewinnen, dass die Frage nach der Rönnebeck-Anomalie nicht möglichst schnell aufgeklärt, sondern möglichst bald vergessen werden soll, da sich der Beschluss praktisch nicht umsetzen lässt.

Aber dafür ist nicht der Bürgerantrag verantwortlich, der nichts Unmögliches fordert!

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